Ein beschädigtes Gasrohr hat am Mittwochvormittag in Mülheim Kärlich für einen Großeinsatz gesorgt. Rund 100 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen, nachdem bei Bauarbeiten eine Hauptgasleitung aufgerissen worden war. Feuerwehr, Rettungsdienst und Energieversorger waren stundenlang im Einsatz.

Mülheim-Kärlich |

100 Anwohner müssen Häuser verlassen

Der Unfall ereignete sich gegen 10.30 Uhr in der Kapellenstraße nahe dem Alten Brauhaus. Nach Angaben der Einsatzkräfte riss eine Baggerschaufel während Bauarbeiten eine 160 Millimeter starke Hauptgasleitung auf. Das austretende Gas war deutlich hörbar und weithin zu riechen. Nur wenige Minuten später wurde die Feuerwehr alarmiert.

Da sich das Leck zunächst nicht sichern ließ, richteten die Einsatzkräfte einen Sicherheitsbereich von 50 Metern rund um die Unfallstelle ein. Etwa 100 Anwohner aus vier Straßen mussten ihre Häuser verlassen. Fünf Personen wurden vorsorglich mit Krankentransportwagen aus dem Gefahrenbereich gebracht.

Reparatur schneller abgeschlossen als erwartet

Für die Betroffenen wurde in der Rheinland Halle eine Betreuungsstelle eingerichtet. Dort kümmerten sich Helfer der Schnelleinsatzgruppen des Landkreises Mayen Koblenz um Versorgung und Betreuung.

Die Reparatur der beschädigten Leitung verlief jedoch schneller als zunächst befürchtet. Gemeinsam mit der Feuerwehr konnte der Energieversorger Energienetze Mittelrhein die Lage rasch unter Kontrolle bringen. Gegen 13 Uhr war das Leck verschlossen, rund 30 Minuten später galt die Leitung als vollständig repariert. Anschließend konnten die Anwohner in ihre Wohnungen zurückkehren.

Insgesamt waren rund 75 Einsatzkräfte der Feuerwehren Mülheim Kärlich und Weißenthurm, des Umweltzuges, des Rettungsdienstes sowie mehrerer Betreuungseinheiten vor Ort.