Nach dem Großeinsatz in Sinzig fehlt vom mutmaßlichen Täter weiter jede Spur. Die Polizei setzt ihre Ermittlungen fort und befragt Anwohner. Neue Erkenntnisse zum Fall werden frühestens am Montag erwartet.

Sinzig |

Nach dem spektakulären Polizeieinsatz in einer Bank in Sinzig läuft die Fahndung nach dem mutmaßlichen Täter weiter auf Hochtouren. Auch am zweiten Tag nach dem Vorfall gibt es nach Angaben der Polizei keine neuen Erkenntnisse zum Aufenthaltsort des Verdächtigen. Die Ermittler suchen weiterhin intensiv nach dem Mann, der am Freitagmorgen in der Volksbank zugeschlagen haben soll.

Nach bisherigen Erkenntnissen soll der Täter gegen 9 Uhr einen Mitarbeiter eines Geldtransportunternehmens abgefangen und einen Behälter mit Bargeld an sich genommen haben. Anschließend soll er zwei Personen in einem separaten Raum der Bank eingeschlossen haben.

Polizei ging zunächst von Geiselnahme aus

Weil beim Eintreffen der Einsatzkräfte unklar war, ob sich der Täter noch im Gebäude befand, wurde die Bank weiträumig abgesperrt. Spezialkräfte rückten an, die Polizei ging zunächst von einer möglichen Geisellage aus. Inzwischen wird vermutet, dass der Verdächtige die Bank bereits vor dem Eintreffen der Beamten verlassen hatte.

Die Ermittlungen laufen unterdessen in mehrere Richtungen. Dazu gehören auch Befragungen im Umfeld des Tatorts.

Neue Details erst zu Wochenbeginn

Welche konkreten Straftatbestände am Ende in Betracht kommen, ist derzeit noch offen. Ob es sich tatsächlich um eine Geiselnahme im rechtlichen Sinne handelt, müssen die laufenden Ermittlungen klären. Mit weiteren Details zum genauen Ablauf rechnet die Polizei voraussichtlich erst am Montag.