Trauer um Thorsten Hamer: Der Schauspieler, bekannt aus der TV-Serie „Die Landarztpraxis“ und als Ensemblemitglied der Burgfestspiele Mayen, ist im Alter von 43 Jahren gestorben. Die Festspiele würdigen seine Vielseitigkeit und Bühnenpräsenz.

Mayen |

Einem breiten Publikum war Hamer vor allem durch seine Rolle als Koch Matthias „Matti“ Steininger in der Sat.1-Vorabendserie „Die Landarztpraxis“ bekannt. Wie „Joyn“ berichtet, ist der Schauspieler bereits am 8. Februar gestorben. Zu den Todesumständen gibt es bislang keine Angaben.

In den sozialen Netzwerken reagieren zahlreiche Fans bestürzt. Unter Beiträgen und Kommentaren finden sich viele Beileidsbekundungen – von „Ruhe in Frieden“ bis „viel zu früh“. Auch Zuschauerinnen und Zuschauer der Serie verabschieden sich von seiner Figur mit persönlichen Worten.

Seit 2022 prägend für das Programm in Mayen

Bei den Burgfestspielen Mayen stand Thorsten Hamer in mehreren Stücken auf der Bühne. Zu seinen Rollen zählten Auftritte im „Urfaust“, in „Brigitte Bordeaux“ und in „Peterchens Mondfahrt“. Außerdem spielte er als Willie Clark in den „Sonny Boys“ und zeigte dabei die Bandbreite seines Könnens – vom klassischen Stoff bis zur Komödie.

Die Burgfestspiele heben in ihrem Nachruf insbesondere seine „Bühnenpräsenz, Vielseitigkeit und sein feines Timing“ hervor. Auch hinter den Kulissen sei Hamer eine Inspiration gewesen: flexibel, zuverlässig und ausgesprochen kollegial. Sein Tod treffe das Theater „schmerzhaft“ – für die Spielzeit 2026 sei er bereits fest eingeplant gewesen.

Letzte Eindrücke: König Ödipus und große Anerkennung

Hamers Leidenschaft galt nach Worten vieler Weggefährten vor allem der Bühne. Zur schauspielerischen Leistung im Stück „Heute weder Hamlet“ schrieb die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ 2023: „Lebendiger und überzeugender kann Theater nicht gelingen.“

Sein letzter Beitrag auf Instagram zeigte ihn als König Ödipus bei den Burgfestspielen Mayen. Dazu schrieb er, es gebe Stücke, „da steckt einfach wahnsinnig viel von einem selbst drin“. Für viele Kolleginnen und Kollegen sowie für das Publikum bleiben vor allem diese intensiven, nahbaren Bühnenmomente in Erinnerung.