Evakuierung mit Bedacht verkleinert
In Koblenz steht am Mittwochmorgen eine heikle Bombenentschärfung an: Eine 500 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiter Weltkrieg wurde bei Baggerarbeiten im Rhein entdeckt. Der Blindgänger liegt aktuell auf einem Baggerschiff in einer Moselschleuse – genau dort soll er auch unschädlich gemacht werden.
Die Entscheidung für diesen Ort hat einen entscheidenden Vorteil: Während am ursprünglichen Fundort im Rhein rund 16.000 Menschen hätten evakuiert werden müssen, reduziert sich die Zahl nun auf etwa 1.100 Betroffene.
Kita, Campingplatz und Verkehr betroffen
Von der Evakuierung betroffen sind Teile des Stadtteils Lay, darunter auch eine Kindertagesstätte. Ebenso müssen der Campingplatz Güls, ein Sportboothafen sowie wichtige Verkehrswege entlang der Mosel geräumt oder gesperrt werden – darunter Bahnstrecken und die Bundesstraßen 416 und 49.
Die Evakuierungsmaßnahmen beginnen am Mittwoch um 8:30 Uhr. Für Kinder aus der Kita und weitere Betroffene werden vor Ort Ausweichmöglichkeiten organisiert. Die Bundesstraße 327 bleibt hingegen weiterhin befahrbar.
Die Behörden setzen alles daran, die Entschärfung sicher und zügig durchzuführen – dennoch bleibt die Lage angespannt, bis der Blindgänger endgültig unschädlich gemacht ist.
