Ausverkaufte Rhein-Mosel-Halle, großer Einzug und ein vierstündiges Programm: Bei der Inthronisation der Session 2025/26 wurden Oliver Schröder als „Prinz Oli, der närrische Zeitungsjung“ und Ricarda Kiefer als Confluentia Ricarda offiziell gekürt.

Koblenz |

Einzug und Krönung: Kesselheim stellt die Stadtspitze

Mit gut 1100 Gästen war die Rhein-Mosel-Halle bis auf den letzten Platz gefüllt, als die Arbeitsgemeinschaft Koblenzer Karneval (AKK) zur großen Inthronisation eingeladen hatte. AKK-Präsident Andreas Münch führte gemeinsam mit seinem Vize Yannik Port durch den Abend – und das AKK-Präsidium hatte erneut für einen reibungslosen Ablauf gesorgt.

Nach der Ankündigung durch Tusnelda Serap Booa stand der Höhepunkt gleich zu Beginn im Mittelpunkt: die Inthronisation der Tollitäten der Session 2025/26. Prinz Oli und Confluentia Ricarda zogen mit großem Gefolge ihres Vereins KC „Kapuzemänner“ Rot-Weiß 1968 Kesselheim in den Saal ein. Begleitet wurden sie von Bannerträgern weiterer Koblenzer Karnevalsgemeinschaften sowie Delegationen mehrerer Kesselheimer Vereine – ein Einzug, der schon vor der eigentlichen Kürung für spürbare Stimmung sorgte.

Zu den traditionellen Regularien gehörten die Übergabe des Prinzenzepters und weiterer Insignien. Für viele Lacher sorgte außerdem die jecke Gratulationsrede von Oberbürgermeister David Langner, bevor das frisch gekürte Tollitätenpaar selbst das Wort ergriff.

Zwischen Dank und Augenzwinkern: „Ein Traum geht in Erfüllung“

Oli und Ricarda machten deutlich, dass für beide ein lang gehegter Traum wahr geworden ist. Sie dankten ihren Familien, Freundinnen und Freunden, Kolleginnen und Kollegen sowie allen Wegbegleitern, die sie auf dem Weg ins Amt unterstützt haben.

Mit einem Augenzwinkern gewährten sie auch Einblicke in die Vorbereitung der Session: Ricarda beschrieb den Prinzen als Ruhepol mit Überblick und Organisation. Oli wiederum kommentierte die „20 bis 30“ nervösen Handynachrichten und ebenso viele Anrufe an turbulenten Tagen seiner Confluentia gelassen – sehr zur Freude des Publikums. Die ersten Prinzenorden überreichten die Tollitäten anschließend an OB Langner und AKK-Präsident Münch.

Buntes Showprogramm

Im Anschluss folgte ein abwechslungsreiches, rund vierstündiges Programm mit bekannten Namen aus der Karnevalsszene. Der „Bergische Jung“ Willibert Pauels gehörte ebenso dazu wie die Sänger der Missemer Turmspatzen, die beste Stimmung in den Saal brachten. Viel Beifall erhielten außerdem die Tanzgruppen der Koblenzer Vereine, die mit aufwendigen Kostümen und teils spektakulären Choreografien überzeugten.

Dörthe Dutt präsentierte nicht nur einen neuen Koblenz-Hit, komponiert von Edel-Connection-Band-Leader Guido Klöckner. Gemeinsam mit ihrem Ensemble erinnerte sie auch an Torsten „Torty“ Schupp, den im Vorjahr verstorbenen Musik-Karnevalisten und langjährigen Stimmungsmacher vieler AKK-Veranstaltungen.

Auch Ehrungen standen auf dem Programm: Mit Sparkassen-Vorstand Jörg Perscheid und Oberbürgermeister David Langner zeichnete die AKK zwei Persönlichkeiten mit ihrem großen Verdienstorden aus, die sich in Koblenz für Brauchtum und soziale Aktionen einsetzen.

Für Prinz Oli und Confluentia Ricarda beginnt nun die intensive Phase der Session: Bis Aschermittwoch am 18. Februar 2026 warten zahlreiche Auftritte und Veranstaltungen – unterstützt vom eigenen Verein und getragen vom ganzen Stadtteil Kesselheim. Dass der KC „Kapuzemänner“ Rot-Weiß 1968 bereits zum vierten Mal seit seiner Gründung die karnevalistische Stadtspitze stellt, verspricht dabei Erfahrung, viel Engagement – und Rückenwind für die sozialen Aktivitäten, die die Koblenzer Tollitäten traditionell begleiten.