Im Landkreis Ahrweiler hat eine DNA-Reihenuntersuchung begonnen. Hintergrund sind die Ermittlungen nach dem sexuellen Missbrauch einer Siebenjährigen im Juni 2025 in Oberdürenbach. Weil die bisherigen Spuren nicht zum Tatverdächtigen führten, hoffen die Ermittler nun auch über mögliche Verwandtschaftstreffer weiterzukommen.

Niederzissen |

Die Kriminalpolizei ermittelt seit Juni 2025 wegen eines schweren Sexualdelikts zum Nachteil eines Kindes. Nach Polizeiangaben wurde ein siebenjähriges Mädchen in Oberdürenbach angesprochen und zu einem nahegelegenen Reitplatz gelockt. Körperlich sei das Kind damals unverletzt gewesen. Trotz umfangreicher Ermittlungen habe man den mutmaßlichen Täter bislang nicht identifizieren können, erklärte Jürgen Fachinger, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Koblenz.

Einladung an Männer von 15 bis 65 Jahren – auch wegen möglicher Verwandter

Angeschrieben wurden mehr als 2.000 Männer im Alter zwischen 15 und 65 Jahren. Der Kreis sei bewusst größer gewählt worden, weil beim DNA-Abgleich nicht nur exakte Übereinstimmungen auffallen: Laut Polizei lassen sich dabei auch Verwandtschaftsverhältnisse bis zum dritten Grad erkennen. So könnten Ermittler im besten Fall über Familienbezüge dem Täter näherkommen. Die Teilnahme ist freiwillig.

Zweite Reihenuntersuchung nach Aktion im August 2025

Bereits im August 2025 hatte es in Oberdürenbach eine DNA-Reihenuntersuchung gegeben. Nun läuft eine weitere Aktion für zusätzliche Personengruppen in der Sporthalle Niederzissen – vorgesehen vom 23. bis 25. Januar. Am ersten Tag kamen nach Angaben der Polizei bereits zahlreiche Männer zur Abgabe der Speichelprobe. Der Tatverdächtige wird von den Ermittlern weiterhin auf etwa 30 bis 35 Jahre geschätzt.