Wie soll die Ferienbetreuung für Grundschulkinder künftig aussehen? Die Stadt Neuwied entwickelt gemeinsam mit freien Trägern verlässliche Angebote und bittet Familien bis Ende September um ihre Meinung.

Neuwied |

Bedarf aller Grundschulkinder im Blick

Mit dem seit dem Schuljahr 2026/2027 schrittweise geltenden Rechtsanspruch auf ganztägige Förderung gewinnt auch die Betreuung während der Schulferien an Bedeutung. Neuwied möchte sich bei der Planung nicht nur an den anspruchsberechtigten Jahrgängen orientieren, sondern die Bedürfnisse von Familien mit Kindern der Klassenstufen 1 bis 4 berücksichtigen.

„Wir wollen Eltern verlässliche Strukturen bieten, damit sich Familie und Beruf besser miteinander vereinbaren lassen“, erklärt Bürgermeister Peter Jung. Zugleich sollen die Kinder abwechslungsreiche Ferien erleben, die Freude machen und sie fördern.

Für die Weiterentwicklung der Angebote hat die Stadt die AG Ferienangebote gegründet. Darin arbeiten die Katholische Familienbildungsstätte, die Diakonie, der Kinderschutzbund, der Ambulante Fachdienst des HTZ, die AWO und die Informa gGmbH zusammen. Themen wie Chancengleichheit, Teilhabe, Inklusion und vielfältige Freizeitmöglichkeiten stehen dabei im Mittelpunkt.

Onlinebefragung läuft bis Ende September

In der Befragung können Eltern mitteilen, in welchen Ferien und zu welchen Zeiten sie Betreuung benötigen. Gefragt wird außerdem nach wichtigen Kriterien wie Programminhalten, kurzen Wegen sowie flexiblen Bring- und Abholzeiten. Je mehr Familien teilnehmen, desto passgenauer können die Angebote gestaltet werden.

Die Teilnahme ist unter www.umfrageonline.com/c/3wrkidpm möglich. Die Befragung läuft bis Ende September.

Noch offen sind die künftigen Elternbeiträge. Da es bislang keine vergleichbare Bundesförderung für die laufenden Kosten der Ferienbetreuung gibt, werden die Angebote kostenpflichtig sein. Stadt und Träger beraten derzeit über Modelle, die Qualität, Finanzierbarkeit und eine möglichst breite Teilhabe miteinander verbinden.