Nach einem Sexualdelikt an einer 11 Jahre alten Schülerin in Koblenz hat die Polizei einen 20 Jahre alten Tatverdächtigen festgenommen. Der Mann sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Gleichzeitig warnt die Polizei eindringlich vor falschen Fahndungsaufrufen und Gerüchten in sozialen Netzwerken.

Koblenz |

Ein 20 Jahre alter Heranwachsender steht im Verdacht, in der vergangenen Woche in einer Koblenzer Schule sexuelle Handlungen an einem 11 Jahre alten Mädchen vorgenommen zu haben. Wie das Polizeipräsidium Koblenz am Dienstag mitteilte, wurde der Beschuldigte einem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl. Der Mann befindet sich nun in Untersuchungshaft.

Die Ermittlungen zu den genauen Umständen der Tat dauern derzeit an. Die Polizei betont außerdem, dass für den Beschuldigten bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung gilt.

Falsche Fahndungsaufrufe sorgen für Unruhe

Im Zusammenhang mit dem Fall hatten zuvor falsche Fahndungsaufrufe in sozialen Medien für Verunsicherung gesorgt. Laut Polizei zeigten die verbreiteten Bilder jedoch nicht den tatsächlichen Tatverdächtigen.

Die Ermittler appellieren daher erneut, keine unbestätigten Informationen oder Fotos über soziale Netzwerke zu verbreiten. Die Veröffentlichung von Bildern oder Namen realer Personen ohne Zustimmung könne strafrechtliche Folgen haben.

Keine Hinweise auf weitere Fälle

Zudem stellte die Polizei klar, dass derzeit keine Hinweise auf ähnliche Vorfälle am Gymnasium auf der Karthause vorliegen. Weitere Informationen zum Opfer oder zum Beschuldigten werden aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht veröffentlicht.