Junge Flamingos noch im grauen Federkleid
Der Zoo Neuwied hat tierischen Zuwachs bekommen: Sechs junge Rosaflamingos aus dem Tierpark Erfurt sind in den größten Zoo von Rheinland Pfalz umgezogen. Die drei Männchen und drei Weibchen wurden im Sommer 2025 geboren und erkunden nun ihr neues Zuhause.
Wer bei Flamingos sofort an leuchtend rosa Gefieder denkt, wird bei den Jungtieren zunächst überrascht sein. Noch zeigen sich die Neuzugänge in eher unauffälligem Grau. Das markante Rosa entwickelt sich erst mit der Zeit über die Nahrung. Verantwortlich dafür sind natürliche Farbstoffe, sogenannte Carotinoide, die unter anderem in kleinen Krebstieren vorkommen und sich im Gefieder einlagern.
Zoopädagogin Eva Fritsch erklärt, dass viele Besucher erstaunt seien, wie unscheinbar junge Flamingos zunächst wirken. Erst mit zunehmendem Alter und der richtigen Ernährung entstehe die typische Färbung.
Beliebte Tiergruppe soll weiter wachsen
Die Flamingos gehören seit Jahren zu den Publikumslieblingen im Zoo Neuwied. Ihre Anlage direkt hinter dem Eingang macht sie für viele Besucher zu den ersten tierischen Gastgebern des Zoobesuchs. Vor allem seit der Umgestaltung im vergangenen Sommer seien die Tiere besonders gut zu beobachten.
Rosaflamingos sind stark soziale Tiere, die in großen Gruppen leben und sich dort besonders wohlfühlen. Mit den sechs Neuzugängen verfolgt der Zoo deshalb ein klares Ziel: Die bestehende Gruppe soll wachsen und künftig im besten Fall wieder erfolgreich Nachwuchs großziehen.
Übrigens sind Rosaflamingos trotz ihres exotischen Erscheinungsbildes auch in Europa heimisch. Freilebende Kolonien gibt es unter anderem in Frankreich, Spanien und Italien. Mit ihrem speziell geformten Schnabel filtern sie kleinste Nahrungsteilchen aus flachen Gewässern ein Verhalten, das sich auch im Zoo bei der Fütterung beobachten lässt.
