Update: Große Fahndung nach Überfall in Sinzig
Ein Überfall auf einen Geldtransport hat am Morgen in Sinzig für einen massiven Polizeieinsatz gesorgt. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Koblenz lauerte mindestens ein Täter gegen 9 Uhr einem Mitarbeiter eines Geldtransportunternehmens in einer Bankfiliale auf. Der etwa 1,80 Meter große Mann trug einen weißen Overall, der laut Polizei an einen Imkeranzug erinnerte.
Der Täter entwendete einen Behälter mit Bargeld und sperrte anschließend den Mitarbeiter sowie eine weitere Person in einen separaten Raum der Filiale ein. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, hatten der oder die Täter das Gebäude offenbar bereits verlassen.
Da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich noch bewaffnete Personen in der Bank aufhielten, sperrte die Polizei den Bereich weiträumig ab und zog Spezialkräfte hinzu. Parallel liefen umfangreiche Fahndungsmaßnahmen im gesamten Stadtgebiet.
Polizei warnt vor Falschmeldungen
Während des Einsatzes kursierten im Internet mehrere irreführende Berichte. Besonders ein Video sorgte für Verwirrung, das zeigte, wie Spezialkräfte einen Mann aus der Bank führten. Dabei handelte es sich nach Angaben der Polizei jedoch nicht um einen Tatverdächtigen, sondern um eine der eingeschlossenen Personen.
Die Kriminaldirektion Koblenz hat die Ermittlungen übernommen. Neben der Spurensicherung am Tatort laufen derzeit intensive Zeugenbefragungen. Die Polizei bittet mögliche Hinweisgeber, sich bei den Ermittlern zu melden.
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Nach dem dramatischen Polizeieinsatz in einer Volksbank Filiale in Sinzig sind die mutmaßlichen Täter weiter auf der Flucht. Spezialkräfte fanden am Freitagnachmittag zwei Menschen in einem verschlossenen Tresorraum und befreiten sie unverletzt. Von den Tätern fehlte zu diesem Zeitpunkt bereits jede Spur.
Nach bisherigen Erkenntnissen hatten die Unbekannten die beiden Personen in dem Raum eingeschlossen und waren anschließend auf bislang ungeklärte Weise geflüchtet. Ob dabei Beute gemacht wurde, ist derzeit unklar.
War es überhaupt eine Geiselnahme?
Nach den neuesten Erkenntnissen stellt die Polizei inzwischen die ursprüngliche Einordnung des Falls infrage. „Wir sind über den Tag von einer Geiselnahme ausgegangen“, sagte ein Polizeisprecher. Ob die Tat mit dem aktuellen Kenntnisstand weiterhin so bezeichnet werden könne, müsse nun geprüft werden.
Im Raum steht stattdessen der Verdacht der Freiheitsberaubung. Für eine Geiselnahme müsste nach rechtlicher Einordnung zusätzlich eine Nötigung oder konkrete Forderung gegenüber Dritten vorliegen. Ob dies in Sinzig der Fall war, ist bislang offen.
Großeinsatz mit Spezialkräften
Seit dem Morgen lief in der Sinziger Innenstadt ein massiver Polizeieinsatz. Spezialkräfte, eine Verhandlungsgruppe des Landeskriminalamts und zeitweise zwei Polizeihubschrauber waren im Einsatz. Das Gebiet rund um die Bank wurde weiträumig abgesperrt.
Zunächst war die Polizei von mehreren Tätern und mehreren Geiseln ausgegangen. Bei einer der betroffenen Personen soll es sich um den Fahrer eines Geldtransporters handeln. Unbestätigten Informationen zufolge soll in der Bank auch ein Schuss gefallen sein. Eine offizielle Bestätigung dazu gibt es bislang nicht.
Die Ermittlungen zum genauen Ablauf laufen auf Hochtouren. Offen ist weiterhin, wie die Täter entkommen konnten und welcher Straftatbestand am Ende tatsächlich erfüllt ist.
