In der Sinziger Innenstadt läuft seit den Morgenstunden ein Großeinsatz der Polizei. Nach bisherigen Erkenntnissen haben sich mehrere Täter in einer Filiale der Volksbank mit mehreren Geiseln verschanzt. Die Einsatzkräfte wurden gegen 9 Uhr über den Vorfall informiert. Bei einer der Geiseln soll es sich um den Fahrer eines Geldtransporters handeln.
Die Lage wird von der Polizei derzeit als statisch beschrieben. Spezialkräfte haben die Einsatzleitung übernommen. Zusätzlich sind das SEK sowie eine Verhandlungsgruppe des Landeskriminalamts vor Ort. Über Sinzig kreisen inzwischen zwei Polizeihubschrauber.
Das Gebiet rund um die Bank wurde weiträumig abgesperrt. Für Bürgerinnen und Bürger außerhalb der Sicherheitszone bestehe nach Angaben der Polizei aktuell keine Gefahr. Menschen, die sich innerhalb des abgesperrten Bereichs in ihren Wohnungen befinden, wurden aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen. Die betroffene Straße gilt als belebter Bereich im Zentrum der Stadt. Sinzig liegt in Rheinland Pfalz, rund 26 Kilometer südlich von Bonn.
Was bekannt ist und was noch unklar bleibt
Wie viele Täter sich tatsächlich in der Bank befinden, ist weiterhin unklar. Auch zu Alter, Geschlecht oder möglichen Hintergründen der Geiselnehmer gibt es bislang keine Informationen. Ebenso ist nicht bekannt, wie viele Menschen sich insgesamt in der Bank aufhalten, darunter mögliche Mitarbeiter oder Kunden.
Offen ist auch, ob die Täter bewaffnet sind und ob es Verletzte oder gar Todesopfer gibt. Zu diesen Punkten äußert sich die Polizei nicht. Auch zum konkreten Vorgehen der Einsatzkräfte halten sich die Beamten bewusst bedeckt. Ein Sprecher erklärte, dies habe taktische Gründe, auch weil nicht ausgeschlossen werden könne, dass Informationen von den Tätern mitverfolgt werden.
Polizei warnt vor Spekulationen
Mit Blick auf zahlreiche Gerüchte in sozialen Netzwerken bittet die Polizei darum, keine unbestätigten Informationen zu verbreiten. In einer laufenden Einsatzlage könne dies die Arbeit der Sicherheitskräfte erheblich erschweren.
Während Spezialkräfte und Verhandler weiter an einer Lösung arbeiten, bleibt die Situation in Sinzig angespannt.
