Temperaturen über dem langjährigen Durchschnitt
Der meteorologische Herbst 2025 (September bis November) ist in Rheinland-Pfalz insgesamt zu mild ausgefallen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes lag die durchschnittliche Temperatur bei 10 Grad. Damit wurde der langjährige Referenzwert für den Zeitraum 1961 bis 1990 von 8,9 Grad klar überschritten.
Auch die Extreme zeigen die Spannweite des Herbstwetters: Am 20. September wurden in Bad Dürkheim sommerliche 31,5 Grad gemessen – der höchste Wert der Jahreszeit im Land. Ganz anders sah es gut zwei Monate später aus: In Kaiserslautern sank das Thermometer am 23. November auf eisige minus 9,6 Grad, der Tiefstwert des Herbstes in Rheinland-Pfalz.
Deutlich mehr Regen – September „extrem nass“
Beim Niederschlag verzeichnete der DWD einen klar zu nassen Herbst. Im Durchschnitt fielen landesweit 246 Liter Regen pro Quadratmeter. Das sind fast 50 Liter mehr als im Klimamittel, das für den Zeitraum 1961 bis 1990 bei 199 Litern pro Quadratmeter liegt.
Besonders der September stach heraus: Er gilt in der vorläufigen Bilanz der Meteorologen als „extrem nass“. Immer wieder sorgten kräftige Regengebiete für volle Regenmesser und regional auch für sehr nasse Böden.
Weniger Sonne, trüber Oktober
Die Sonnenbilanz fällt dagegen eher düster aus. Im Herbst kam Rheinland-Pfalz auf 270 Sonnenstunden – und blieb damit deutlich hinter dem Referenzwert von 308 Stunden zurück.
Nach Einschätzung des DWD war vor allem der Oktober ungewöhnlich trüb. Häufige dichte Bewölkung ließ die Sonne nur selten durchkommen. Das machte die ohnehin kürzer werdenden Tage für viele Menschen noch dunkler als gewohnt.
Der DWD spricht bei seinen Angaben von einer vorläufigen Herbstbilanz. Endgültige Werte werden nach Abschluss aller Auswertungen veröffentlicht. Schon jetzt zeigt sich jedoch: Der Herbst 2025 in Rheinland-Pfalz war im Vergleich zu früheren Jahrzehnten deutlich zu mild, zu nass – und spürbar sonnenärmer.
