Die Hetze im Internet nimmt immer mehr zu. (Foto: Andreas Hermdorf/Pixelio)

Hetze im Netz: Was tun gegen digitale Gewalt?

Immer wieder werden gerade Ehrenamtler Opfer von Hetze im Netz und wissen nicht wie sie damit umgehen sollen. Deshalb bietet die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz am 15. April um 18 Uhr einen Online-Gesprächsabend mit Stefanie Zacharias von der Beratungsstelle HateAid in Berlin an und informiert zum Thema „Digitale Gewalt“.
Wie weit dürfen Menschen in ihren Äußerungen im Internet gehen? Ab wann sollte ich reagieren? Wie kann ich mich schützen? Ab wann wird es strafrechtlich relevant und wie wird Betroffenen geholfen? Diese und weitere Fragen sollen beim Gesprächsabend beantwortet werden.
Die Zahl der digitalen Angriffe auf Personen nimmt zu. Die Digitalisierung fast aller Lebensbereiche bringt es mit sich, dass auch digitale Gewalt gegenüber Personen des öffentlichen Lebens oder Minderheiten neue Wege findet. Einschüchterung und psychische Gewalt sollen Betroffene aus der Öffentlichkeit drängen. Die Täter stören sich an der politischen Haltung, am privaten Engagement, an der Herkunft, am Geschlecht oder manchmal nur an Kleinigkeiten. Sie passen ihr Repertoire den technischen Entwicklungen an, um die Person, an der sie sich „abarbeiten“ einzuschüchtern und mundtot zu machen.
„Auch Bürger aus dem Bereich der Flüchtlingshilfe berichten von Hasskommentaren und anonymen Drohungen auf Social-Media-Kanälen“, sagt Michael Kock, Flüchtlingskoordinator der Kreisverwaltung und weist gleichzeitig drauf hin, dass die Online-Veranstaltung nicht nur auf diesen Personenkreis beschränkt ist. „Jeder, den das Thema betrifft, kann sich anmelden.“
Die Beratungsstelle HateAid ist die erste Online-Beratungsstelle und spezialisiert auf diesem Gebiet. Die Mitarbeiter von HateAid kümmern sich ausschließlich um Opfer digitaler Gewalt und kennen die zahlreichen Methoden der Täter. Sie wissen wann und wie man darauf reagiert. Sie unterstützen Betroffene bei dem Versuch, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.
Interessierte werden darum gebeten, sich bei Michael Kock per E-Mail an fluechtlingshilfen@kvmyk.de oder per Telefon unter 0261/108-655 für den Gesprächsabend anzumelden.

(Pressemeldung des MYK-Kreises)

« Zurück

Weitere Nachrichten aus der Region

Das Aktuell4u-Wochenendwetter

Der Hochsommer macht zumindest am Samstag eine kleine Pause - ab nächster Woche geht's dann wieder so richtig los, teilweise mit fast 30 Grad.
weiterlesen...

Stopp dem illegalen Welpenhandel

Mayen-Koblenz-Kreis tritt gegen den illegalen Tierhandel ein.
weiterlesen...

Andernach: Jugendzentrum öffnet wieder seine Türen

Jugendliche können sich im JUZ treffen – Aktionen und Angebote
weiterlesen...

Wettbewerb: Jetzt Städte und Dörfer grüner gestalten

„Grüne Stadt – Grünes Dorf“ geht in die zweite Runde.
weiterlesen...

Mosel-Apollo: Sichten, fotografieren und melden

Kreisverwaltung Mayen-Koblenz bittet um Unterstützung bei der Erfassung des heimischen und seltenen Schmetterlings.
weiterlesen...

Kind in Bad Ems angefahren - schwer verletzt

Der 52-jährige Autofahrer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen als das 5 Jahre alte Kind zwischen zwei Transportern hervorrannte.
weiterlesen...

100 Dinge

Es sind oft die kleinen Dinge die uns umgeben.. (oder doch die großen?) die wir im Alltag benötigen. Aber, brauchen wir all diese Dinge die uns umgeben eigentlich wirklich? Das finden Matthias Schweighöfer und Florian David Fitz in einem kuriosen Selbstexperiment heraus. Es wird witzig, nackt und natürlich... romantisch.
weiterlesen...

The Queen's Gambit | Das Damengambit

Waisenkind, Wunderkind, Schachweltmeisterin? In der Serie Queen's Gambit wird nebst der Protagonistin Elizabeth Harmon pointiert auf die weltpolitische Situation in den 50er und 60er Jahren aufmerksam gemacht - eine Miniserie mit Hintergrund, Grips und Gänsehautmomenten. Unser aktuell4u-Serienchecker Tim arbeitet hier für euch - ganz spoilerfrei - die Miniserie auf:
weiterlesen...