Rheinland-Pfalz blickt auf ein außergewöhnlich warmes, sehr sonniges und zugleich deutlich zu trockenes Jahr 2025 zurück. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldet: Den heißesten Tag des Jahres in ganz Deutschland gab es am 2. Juli in Andernach.

Andernach |

Rheinland-Pfalz hat 2025 ein Wetterjahr erlebt, das vor allem durch Wärme und viele Sonnenstunden geprägt war – bei insgesamt zu wenig Niederschlag. Das geht aus der vorläufigen Bilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) nach Auswertung seiner Messstationen hervor. Die Jahresmitteltemperatur lag bei 10,6 Grad und damit 2,0 Grad über dem Klimamittel der internationalen Referenzperiode 1961–1990. Den winterlichen Tiefpunkt registrierten die Meteorologen am 14. Januar in Manderscheid (Vulkaneifel): minus 10,4 Grad.

39,3 Grad in Andernach: heißester Tag des Jahres

Schon das Frühjahr verlief auffallend sonnig, gleichzeitig ungewöhnlich trocken und deutlich zu mild. Der Sommer blieb insgesamt warm; besonders der Juni stach heraus und ging als viertwärmster seit Messbeginn in die Statistik ein. Den Höhepunkt der Hitzeperiode verzeichnete der DWD am 2. Juli: In Andernach wurden 39,3 Grad die höchste Temperatur in Deutschland im Jahr 2025 gemessen.

Sonne satt – nur der Oktober fällt aus der Reihe

Einziger deutlicher Ausreißer im sonst sonnenreichen Jahresverlauf war der ungewöhnlich trübe Oktober. Insgesamt summierte sich die Sonnenscheindauer auf 1980 Stunden, ein Plus von 31 Prozent. Damit zählt 2025 in Rheinland-Pfalz laut DWD zu den fünf sonnigsten Jahren seit Messbeginn 1951.

Trockenes Jahr trotz Regen-September

Trotz einzelner sehr nasser Phasen blieb das Jahr unter dem Strich zu trocken: Der Niederschlag erreichte 692 Liter pro Quadratmeter und lag damit rund 14 Prozent unter dem Soll. Auffällig: Ausgerechnet der September 2025 brachte außergewöhnlich viel Regen und wurde als drittnassester September seit Messbeginn 1881 eingeordnet.