Von Januar bis August 2025 verbuchte Rheinland-Pfalz knapp sechs Millionen Gäste – ein Plus von 2,6 Prozent. Übernachtungen stiegen auf 15,5 Millionen. Besonders beliebt ist die Region Mosel-Saar, während das Ahrtal weiter hinter dem Vorkrisenniveau zurückbleibt.

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Mehr Gäste, mehr Übernachtungen

Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems ist die Touristennachfrage in Rheinland-Pfalz weiter gewachsen. Von Januar bis August 2025 kamen knapp 6,0 Mio. Gäste (+2,6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum), 4,8 Mio. davon aus dem Inland. Die Zahl der Übernachtungen stieg um 1,7 % auf 15,5 Mio.

Mosel-Saar mit stärkstem Zuwachs

Regional zeigen sich deutliche Unterschiede:

  • Mosel-Saar: Gästezahl +6,6 % (stärkster Zuwachs)

  • Eifel: +4,4 %

  • Mittelrheintal: +1,7 %

  • Westerwald: −1,8 % (rückläufig)

  • Pfalz: −1,3 % (rückläufig)

Campingplätze im Trend

Bei den Übernachtungsarten legten Campingplätze kräftig zu – +17 %. Der Trend zum naturnahen, flexiblen Reisen hält damit auch in Rheinland-Pfalz an.

Ahrtal weiter deutlich unter Vorkrisenniveau

Im Ahrtal sind die Folgen der Flutkatastrophe vom Juli 2021 weiterhin spürbar. Zwar stiegen die Besucherzahlen gegenüber 2024, doch in den ersten acht Monaten 2025 kamen rund ein Drittel weniger Gäste als im gleichen Zeitraum 2019. Auch das Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten bleibt eingeschränkt und lag 38,7 % unter 2019.

Einordnung

Die Entwicklung unterstreicht den soliden Aufwärtstrend des Tourismus im Land – getragen vor allem von inländischen Gästen und starken Wein- und Naturregionen. Gleichzeitig zeigen das Ahrtal und einzelne Regionen mit Rückgang, dass die Erholung regional sehr unterschiedlich verläuft.