Nach dem Feuer in einem Einfamilienhaus in Kastellaun (Rhein-Hunsrück-Kreis) sitzt die 65-jährige Bewohnerin in Untersuchungshaft. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung und eines versuchten Tötungsdelikts.

Kastellaun |

In Kastellaun könnte ein Wohnhausbrand vom Dienstagabend vorsätzlich gelegt worden sein. Wie die Polizei mitteilte, hätten Ermittlungen der Kriminaldirektion den Verdacht ergeben, dass die 65-jährige Bewohnerin das Feuer selbst verursacht haben könnte.

Schwerverletzte im Krankenhaus – Zustand des Mannes kritisch


Bei dem Brand wurden die Frau und ihr 83 Jahre alter Lebensgefährte schwer verletzt. Beide kamen mit Rauchgasvergiftungen in Krankenhäuser. Der Zustand des Mannes sei weiterhin kritisch, hieß es. Die Polizei ermittelt nun unter anderem wegen schwerer Brandstiftung sowie wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts. Ein Ermittlungsrichter am Amtsgericht Bad Kreuznach ordnete demnach bereits am Mittwoch Untersuchungshaft für die 65-Jährige an. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Ersthelfer retten Bewohner aus dem brennenden Haus


Gerettet wurden die beiden Bewohner laut Polizei von zwei Ersthelfern, die sie aus dem brennenden Gebäude brachten. Die Retter im Alter von 32 und 57 Jahren erlitten dabei eine leichte Rauchgasvergiftung und wurden vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht, konnten dieses aber inzwischen wieder verlassen.

Der Schaden am Einfamilienhaus wird auf mehrere hunderttausend Euro geschätzt.