Landwirte in Rheinland-Pfalz haben in einer großangelegten Protestaktion die Zentrallager großer Lebensmittelketten blockiert, um gegen Sparpläne der Bundesregierung zu protestieren

In Rheinland-Pfalz haben Landwirte und Winzer in einer koordinierten Aktion die Zentrallager großer Lebensmittelketten wie Lidl, Aldi, Edeka und Globus blockiert, um gegen die Sparpläne der Bundesregierung zu protestieren. Die Blockaden, die am Sonntagabend begannen, zielten darauf ab, die Auslieferung von Waren an Supermarktfilialen zu verhindern und so Druck auf die Einzelhandelsketten auszuüben.

Gespräche mit der Landesregierung geführt

Nach den Protestaktionen trafen sich die Präsidenten der rheinland-pfälzischen Bauern- und Winzerverbände zu einem Gespräch mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und Landwirtschaftsministerin Daniela Schmitt (FDP). Die Landesregierung versprach, sich für eine Entbürokratisierung stark zu machen und die Anliegen der Landwirte zu unterstützen.

Forderungen der Landwirte

Die Landwirte fordern faire Preise für ihre Produkte und kritisieren, dass Lebensmitteleinzelhändler die Preise niedrig halten, was ihre Existenz bedroht. Sie appellieren an die Handelsunternehmen, ihren politischen Einfluss geltend zu machen und sich für die Belange der heimischen Landwirtschaft einzusetzen.

Kritik an Lieferanforderungen

Zudem kritisieren die Landwirte die Lieferanforderungen der Einzelhändler als unhaltbar. Sie bemängeln, dass das Risiko für Obst und Gemüse vollständig auf die Produzenten verlagert wird, einschließlich der Kosten für Rücknahmen.

Ausblick und politische Diskussion

Die Bauernverbände begrüßen die Verschiebung der Abstimmung über die Abschaffung der Steuervorteile beim Agrardiesel und hoffen auf weitere Gespräche mit der Politik. Die Kontroverse um das Vorgehen im Bundesrat zeigt, dass die politische Diskussion um die Unterstützung der Landwirtschaft und die Gesetzgebungsverfahren weiterhin intensiv geführt wird.