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Mayen zeigt Flagge für eine atomwaffenfreie Welt

Die Flagge der „Mayors for Peace“ wurde vor dem Rathaus gehisst. (Foto von Jennifer Bohse/Stadt Mayen)


Am 8. Juli wurde die Flagge des weltweiten Bündnisses Mayors for Peace vor dem Rathaus gehisst. Sie symbolisiert den Einsatz des Netzwerkes für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen und zeigt zudem die Solidarität mit der Ukraine.

Die Organisation wurde 1982 vom Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Aus der grundsätzlichen Überlegung heraus, dass Bürgermeisterinnen und Bürgermeister für die Sicherheit und das Leben ihrer Bürgerinnen und Bürger verantwortlich sind, versuchen die Mayors for Peace Einfluss auf die weltweite Verbreitung von Atomwaffen zu nehmen und diese zu verhindern. Weiterhin werden auch aktuelle Themen aufgenommen, um Wege für ein friedvolles Miteinander zu diskutieren.

Die Mayors of Peace fordern die Atommächte eindringlich dazu auf, ernsthafte Verhandlungen zur Abschaffung der Nuklearwaffen zu führen. Mittlerweile beteiligen sich deutschlandweit immer mehr Städte an der Aktion, rund 500 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister zeigen am 8. Juli Flagge gegen Atomwaffen.

Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar dieses Jahres ist die europäische Sicherheitsordnung zerstört worden. Die nuklearen Drohgebärden Russlands sind ein Tabubruch. Dadurch ist die atomare Bedrohung so präsent wie lange nicht mehr.

Vor diesem Hintergrund fand in Wien vom 21. bis 23. Juni die erste Vertragsstaatenkonferenz des Atomwaffenverbotsvertrages statt. Der Vertrag war am 22. Januar 2021 in Kraft getreten. Deutschland hat an der UNO-Konferenz als Beobachter teilgenommen. Die Mayors for Peace waren mit zahlreichen Delegierten ebenfalls vertreten. Hibakusha – Überlebende der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki – berichteten über die beispiellose humanitäre Katastrophe, die der Einsatz dieser Massenvernichtungswaffen verursachte.

„Wir wollen heute ein sichtbares Zeichen gegen nukleare Massenvernichtungswaffen setzen. Noch immer verfügen die Atommächte über schätzungsweise 12.700 Atomwaffen. Nuklearwaffenarsenale werden modernisiert, mehr Waffen als bisher werden einsatzbereit gehalten. Das bekommen wir gerade jetzt durch den Ukraine-Krieg wieder deutlich vor Augen geführt. Diese Bedrohung muss ein Ende finden und deshalb setzen wir uns am Flaggentag für die Abschaffung der Atomwaffen ein.“, so Oberbürgermeister Dirk Meid.