Die Sanierung der stark belasteten Bundesstraße 9 in Koblenz bleibt vorerst Zukunftsmusik. Wie der Leiter des städtischen Tiefbauamtes, Dr. Ing. Kai Mifka, in einem aktuellen Video der Stadt erklärt, befindet sich das Projekt noch in der Planungsphase. Für Pendler und Verkehrsteilnehmer bedeutet das zunächst freie Fahrt auf einer der wichtigsten Verkehrsachsen der Stadt.
Betroffen ist der Abschnitt von der Europabrücke stadtauswärts bis etwa auf Höhe des Bauhaus Marktes. Gemeinsam mit der Europabrücke zählt die B9 zu den bedeutendsten Verkehrsverbindungen in Koblenz. Rund 100.000 Fahrzeuge sind hier täglich unterwegs.
Baustart wohl erst nach der Buga
Bevor die Bauarbeiten beginnen können, müssen zunächst zahlreiche Vorbereitungen getroffen werden. Dazu gehören die detaillierte Planung des Bauablaufs, die Festlegung des Sanierungsumfangs sowie die Ausschreibung der Arbeiten.
Nach Angaben von Mifka wäre eine Umsetzung frühestens im Jahr 2028 und damit noch vor der Bundesgartenschau denkbar. Wahrscheinlicher sei jedoch ein Beginn erst nach der Buga. Damit könnte sich der Start der Bauarbeiten sogar auf die Zeit nach 2029 verschieben. Eine unmittelbare Großbaustelle sei daher nicht zu erwarten.
Millionenkosten und offene Finanzierung
Ein wesentlicher Grund für den langen Vorlauf sind die hohen Kosten. Die Stadt geht derzeit von einem knapp zweistelligen Millionenbetrag für die Sanierung aus. Noch offen ist die Finanzierung des Projekts.
Nach Angaben des Tiefbauamtes soll die Maßnahme möglichst mit Fördermitteln von Land oder Bund unterstützt werden. Ob und in welchem Umfang diese Mittel zur Verfügung stehen, wird entscheidend für den weiteren Zeitplan sein. Die Stadt kündigte an, die Öffentlichkeit rechtzeitig über die nächsten Schritte zu informieren.
