Nach der überraschenden Insolvenz der MVZ Galeria Med GmbH im Herbst des vergangenen Jahres war die hausärztliche Versorgung in Neuwied kurzfristig unter Druck geraten. Eine mobile Übergangspraxis der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz sprang ein – jetzt zieht sie weiter, weil sich die Lage durch mehrere neue Praxisangebote deutlich entspannt hat.

Neuwied |

Die Insolvenz der MVZ Galeria Med GmbH hatte direkte Folgen für viele Neuwiederinnen und Neuwieder: Zwei hausärztliche Praxen – eine in der Innenstadt und eine in Heimbach-Weis – wurden kurzfristig geschlossen. Zahlreiche Patientinnen und Patienten mussten sich in kurzer Zeit eine neue Anlaufstelle für die medizinische Grundversorgung suchen.

Mobile Übergangspraxis an der Volkshochschule

Für schnelle Abhilfe sorgte die Mobile Arztpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz. Ab dem 9. Oktober richtete sie an der städtischen Volkshochschule (Heddesdorfer Straße 33) eine vorübergehende Praxis ein. Seitdem wurden dort donnerstags Patientinnen und Patienten behandelt als Brücke, bis sich wieder feste Strukturen etablieren.

Neue Angebote stabilisieren die Versorgung

Inzwischen hat sich die hausärztliche Versorgungslage in der Deichstadt spürbar entspannt: An beiden ehemaligen „Galeria Med“-Standorten sind wieder neue Hausarztpraxen eingezogen. Zusätzlich hat im Dezember eine neue Praxis in der Langendorfer Straße eröffnet. Eine weitere Praxis nimmt ab Mitte Januar in der Marktstraße die Behandlung von Patientinnen und Patienten auf.

Damit ist das provisorische Angebot der mobilen Praxis nicht mehr erforderlich, die Übergangslösung ist weitergezogen.