Damit würde Neuwied künftig an mehr als der Hälfte seiner zwölf städtischen Grundschulen ein Ganztagsangebot vorhalten. Bereits jetzt gibt es an vier Grundschulen entsprechende Angebote. Der Ganztag wird in Angebotsform eingerichtet, die Teilnahme bleibt für Familien also freiwillig. Eltern können vor jedem Schuljahr neu entscheiden, ob ihr Kind das Angebot nutzt oder weiterhin nur bis mittags die Schule besucht.
Betreuung bis 16 Uhr an vier Tagen
Das Angebot umfasst nach Angaben der Stadt an vier Tagen pro Woche Unterricht und Betreuung bis 16 Uhr, ein warmes Mittagessen, Lernzeiten sowie zusätzliche Bildungs- und Freizeitangebote. Bürgermeister Peter Jung bezeichnete die Zusagen als gute Nachricht für viele Familien in Neuwied. Ganztagsschulen könnten bessere Bildungschancen schaffen, Kinder individuell stärken und Eltern bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützen.
Das Bildungsministerium habe in seinen Schreiben die Vorbereitung und Zusammenarbeit zwischen Schulen und Stadtverwaltung hervorgehoben. Der Ausbau solle laut Stadt auch zur Chancengerechtigkeit und Teilhabe beitragen.
Weitere Vorbereitungen bis zum Start
Bis zum Start der Angebote in Heimbach-Weis, Feldkirchen und Engers stehen nun organisatorische, bauliche und pädagogische Schritte an. Dazu zählen Abstimmungen mit der ADD und dem Pädagogischen Landesinstitut, die Entwicklung konkreter Konzepte vor Ort sowie die Vorbereitung zusätzlicher Angebote und Kooperationen.
Parallel arbeitet die Stadt an weiteren Betreuungskonzepten außerhalb der Unterrichtszeiten. Hintergrund ist der stufenweise Ausbau des gesetzlichen Ganztagsanspruchs, der künftig auch Ferienzeiten umfasst. Nach den Sommerferien sind weitere Informationsveranstaltungen für Eltern geplant.
