Nicht jede Behinderung, Krankheit oder Beeinträchtigung ist auf den ersten Blick erkennbar – und genau das führt im Alltag oft zu Missverständnissen und zusätzlichen Belastungen für Betroffene. Mit der Wanderausstellung „Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen sichtbar machen“ setzen Stadt und Kreis Neuwied ein Zeichen für mehr Sensibilität. Der Erlös aus dem Verleih der Ausstellung fließt nun als Spende an engagierte Organisationen in der Region.

Neuwied |

Menschen können im täglichen Leben eingeschränkt sein, ohne dass Außenstehende dies direkt wahrnehmen. Fehlende Kenntnis über nicht sichtbare Behinderungen kann dazu führen, dass gut gemeintes oder unbedachtes Verhalten im Alltag zur zusätzlichen Hürde wird. Um genau hier anzusetzen, entwickelten die Stadt und der Kreis Neuwied gemeinsam mit den Vereinen „Deichstadtfreunde – AktionsForum Neuwied e.V.“ und „gemeinsam zusammen e.V.“ eine Ausstellung, die Aufklärung und Perspektivwechsel ermöglichen soll.

Wanderausstellung über die Stadtgrenzen hinaus

Nach der ersten Präsentation im ehemaligen Innenstadtlabor in Neuwied wurde die Ausstellung an weitere interessierte Kommunen weiterverliehen. Stationen waren unter anderem Kaiserslautern und Wiesbaden. Bürgermeister Peter Jung zeigt sich zufrieden mit der Zusammenarbeit: „Mit unserer Ausstellung konnten wir einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung über nicht sichtbare Behinderungen leisten – und das über die Stadtgrenzen hinaus.“ Citymanagerin Michaela Ullrich betont zudem, dass früh vereinbart wurde, die Leihgebühr – soweit sie nicht für Instandhaltung benötigt wird – an Vereine aus Neuwied und Umgebung zu spenden.

1.000 Euro für Vereine – Ausstellung weiterhin ausleihbar

Insgesamt kamen 1.000 Euro aus dem Verleih zusammen. Über eine finanzielle Unterstützung dürfen sich der Diezer Verein „gemeinsam zusammen e.V.“ (federführend bei der Konzeption) sowie mehrere Organisationen aus der Region freuen: der Verein zur Betreuung blinder und sehbehinderter Kinder, der Verein der Freunde und Förderer des Johanniter-Zentrums für Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuwied, der Förderverein für Hörgeschädigte Neuwied sowie die Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Neuwied-Andernach e.V.

Die Wanderausstellung kann weiterhin ausgeliehen werden. Interessierte Kommunen und Einrichtungen können sich telefonisch unter 02631/802 254 oder per E-Mail an mullrich@neuwied.de bei Citymanagerin Michaela Ullrich melden.