Bei einer Karnevalsfeier in einer Halle in Cochem (Landkreis Cochem-Zell) sind am späten Abend des Rosenmontags acht Menschen durch Pfefferspray verletzt worden. Nach Angaben der Polizei setzte ein 24-Jähriger das Spray „ungezielt“ gegen eine vor der Halle rangelnde Gruppe ein. Betroffen seien auch Unbeteiligte gewesen.
Hallenverweis als Auslöser
Auslöser der Eskalation war demnach ein 22-jähriger Freund des Sprayers. Er sei zuvor aus der Halle verwiesen worden, als die Feier bereits fast beendet gewesen sei. Hintergrund: Er habe kein Bier mehr bekommen, sich aggressiv verhalten und sei schließlich vor der Halle in ein Gerangel mit einer Personengruppe geraten. Dabei sei der 22-Jährige laut Polizei leicht verletzt worden.
Sprühstoß in die Menge
Als der 24-Jährige das Gerangel bemerkte, griff er laut Mitteilung zum Pfefferspray. Der Einsatz traf jedoch nicht nur die unmittelbar Beteiligten: Insgesamt acht Menschen erlitten Verletzungen durch das Reizgas.
Gewahrsam und Strafverfahren
Wegen seines aggressiven Verhaltens musste der 22-Jährige zudem kurzzeitig in Polizeigewahrsam genommen werden. Dabei habe er Widerstand geleistet und einen Beamten leicht an der Hand verletzt. Bei beiden Männern wurden Blutproben entnommen, außerdem leitete die Polizei Strafverfahren ein.
