Die Rhenser Mineralbrunnen GmbH aus Rhens (Nähe Koblenz) hat Insolvenz angemeldet. Als Gründe nannte der kaufmännische Leiter Christian Kolb unter anderem deutlich gestiegene Transportkosten sowie eine Kaufzurückhaltung bei Konsumentinnen und Konsumenten. Das habe das Unternehmen in eine finanzielle Schieflage gebracht. Der Mineralbrunnen ist ein Traditionsbetrieb: Seit 1862 wird in Rhens Mineralwasser abgefüllt.
Betrieb läuft normal weiter – Ziel ist der Erhalt
Nach Angaben des Unternehmens läuft die Produktion trotz des Insolvenzantrags „uneingeschränkt“ weiter. Auch der vorläufige Insolvenzverwalter betont, das Ziel sei, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren und die Voraussetzungen „für eine nachhaltige Fortführung des Unternehmens“ zu schaffen. Für Kundinnen und Kunden bedeutet das zunächst: Lieferfähigkeit und Abfüllbetrieb sollen aufrechterhalten werden.
Was bedeutet das für die Beschäftigten?
Für die rund 140 Mitarbeitenden gibt es vorerst Entwarnung: Löhne und Gehälter seien über das Insolvenzgeld für die Monate März, April und Mai gesichert. Wie es danach weitergeht, hängt vom Verlauf des Verfahrens und den nächsten Sanierungsschritten ab.
Bereits 2016 hatte der Betrieb ein Eigenverwaltungsverfahren durchlaufen. Damals sei es gelungen, den Mineralbrunnen erfolgreich zu restrukturieren, heißt es. Nun setzt das Unternehmen erneut auf eine Lösung, die den Standort und die Arbeitsplätze möglichst erhält.
