Zwei scheue Neuankömmlinge bereichern den Zoo Neuwied: Ein Manul-Kater aus der Slowakei und ein Weibchen aus Berlin sind eingezogen. Die Wildkatzen aus den Hochsteppen Zentralasiens gelten als selten. Sie sind mit ihrem dichten Fell und den runden Pupillen echte Besonderheiten.

Neuwied |

Neu im Zoo: Kater aus Košice, Weibchen aus Berlin

Im Zoo Neuwied leben seit Kurzem wieder Manule, auch Pallaskatzen genannt. Ein Männchen kam aus dem Zoo Košice in der Slowakei, ein Weibchen aus dem Tierpark Berlin. Beide Tiere starteten laut Zoo mit einer getrennten Eingewöhnungsphase, die sie gut meisterten. Dazu gehören auch erste neugierige Erkundungstouren durch ihr neues Umfeld.

Scheu, selten – und wichtig für die Erhaltungszucht

Manule gelten als besonders zurückhaltend und sind in Zoos vergleichsweise selten zu sehen. Umso größer ist die Freude im Zoo Neuwied: Kurator Florian Bonenkamp betonte, man sei „sehr glücklich“, die Art wieder im Bestand zu haben. Neben ihrer auffälligen Erscheinung hätten Manule auch eine Bedeutung für europäische Erhaltungszuchtprogramme.

Dichtes Fell, kurze Beine, runde Pupillen: Das macht Manule einzigartig

Optisch erinnern Manule an Wildkatzen, wirken aber kompakter: viel Fell, kurzer Schwanz, kurze Beine. Typisch ist auch der runde Kopf mit den markanten Augen. Er sorgt für den oft beschriebenen, fast mürrischen Gesichtsausdruck, der viele Besucher fasziniert. Eine weitere Besonderheit: Im Unterschied zu vielen anderen Kleinkatzen besitzen Manule rundere Pupillen.