Ein Telefonat per Smartwatch hat auf dem Mittelrhein einen Großeinsatz ausgelöst. Fast 100 Einsatzkräfte suchten nach zwei Vermissten und einem gekenterten Wassermotorrad. Das überraschende Ende der Aktion kam erst Stunden später.

St. Goar |

Ein ungewöhnlicher Unfall auf dem Mittelrhein hat am Wochenende einen Großeinsatz von Rettungskräften ausgelöst. Bei Kestert kenterte ein Wassermotorrad, auf dem ein Mann und eine Frau unterwegs waren. Weil zunächst unklar war, wo sich die beiden befinden, startete eine umfangreiche Suchaktion mit rund 100 Einsatzkräften.

Nach Angaben der Wasserschutzpolizei St. Goar suchten die Retter zunächst vergeblich nach den Vermissten und dem Wasserfahrzeug. Erst der Schiffsführer eines Fahrgastschiffes brachte die Wende: Er informierte die Einsatzkräfte darüber, dass ein Güterschiff die beiden Personen bereits aufgenommen habe und das gekenterte Wassermotorrad im Schlepptau mitführe.

Überraschende Wende bei der Suche

Das Schiff wurde schließlich in Boppard ausfindig gemacht. Dort stellte sich heraus: Der Mann und die Frau waren unverletzt. Nach einer kurzen Untersuchung durch einen Notarzt konnten sie ihre Fahrt sogar fortsetzen. Ihr Ziel war die Loreley.

Die Ursache für den Unfall klingt dabei fast kurios. Nach Angaben der beiden hatte das Duo bei Kestert angehalten, weil ein Telefonat über eine Smartwatch geführt werden sollte. Dafür stand der Fahrer auf, wodurch das Wassermotorrad ins Ungleichgewicht geriet und kenterte.

Kurioser Auslöser für Großeinsatz

Was als vermeintlicher Notfall mit groß angelegter Suche begann, endete damit glimpflich. Für die Rettungskräfte blieb dennoch ein aufwendiger Einsatz wegen eines Missgeschicks mit überraschendem Hintergrund.