Rund um den Jahreswechsel sind in Neuwied wieder die Sternsinger unterwegs. Neun als Heilige Drei Könige verkleidete Kinder brachten ihre Segenswünsche auch ins Rathaus – und sammelten Spenden für ein Projekt, das sich in Bangladesch für Bildung und gegen Kinderarbeit einsetzt.

Neuwied |

Neun junge Könige zu Besuch im Rathaus

Mit Kronen, Gewändern und Liedern sind die Sternsinger derzeit erneut in Neuwied im Einsatz: Etwa 30 Kinder ziehen in der Zeit nach dem Jahreswechsel durch die Straßen, besuchen Haushalte und Einrichtungen und sammeln Spenden für Kinderhilfsprojekte weltweit. Auch die Stadtverwaltung erhielt einen „königlichen“ Besuch: Neun Sternsinger wurden von Bürgermeister Peter Jung herzlich empfangen.

„Schule statt Fabrik“: Spenden für Bangladesch

In diesem Jahr sammeln die Sternsinger unter dem Motto „Schule statt Fabrik“ für eine Organisation, die sich im südasiatischen Bangladesch gegen Kinderarbeit und für bessere Bildungschancen engagiert. Bürgermeister Jung würdigte den Einsatz der Kinder: Während Schulbesuch hierzulande selbstverständlich sei, gelte das nicht überall – umso wichtiger sei es, auf den Missstand aufmerksam zu machen und aktiv zu helfen. Als Zeichen für ein gutes und erfolgreiches neues Jahr brachten die Sternsinger zwei Segenswünsche im Verwaltungsgebäude an der Engerser Landstraße an – am Haupteingang sowie an der Tür zum Raiffeisenzimmer.

Weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder

Das Sternsingen gilt als weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder. Organisiert wird sie vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend. In Neuwied kamen die Sternsinger aller sechs Kirchorte der Pfarrei St. Matthias am 2. Januar zum Aussendungsgottesdienst zusammen und machen seitdem im gesamten Stadtgebiet ihre Segensbesuche. Wer keinen Besuch erhalten hat, die Aktion aber unterstützen möchte, findet Informationen online beim Kindermissionswerk „Die Sternsinger“.