Gute Nachrichten für Pendler im Ahrtal: Bereits ab Sonntag rollen auf beiden Regionallinien elektrische Züge durch die Region – und damit rund drei Monate früher als ursprünglich geplant.

Ahrtal |

Die Deutsche Bahn bringt auf der Ahrstrecke den nächsten Schritt beim Wiederaufbau auf die Schiene: Auf der Regionalbahnlinie RB 30 zwischen Bonn, Remagen und Ahrbrück fahren ab Sonntag Elektrozüge. Nach Angaben der Bahn erfolgt der Start damit deutlich früher als vorgesehen.

Für Fahrgäste bedeutet das vor allem mehr Komfort: Die RB 30 verbindet das Ahrtal nun elektrisch und ohne Umstieg direkt mit Bonn. Landrätin Cornelia Weigand begrüßte den Schritt ausdrücklich. Mit dem Einsatz der neuen Züge gehe für die Ahrtalbahn das Dieselzeitalter zu Ende.

Wiederaufbau nach der Flut modernisiert die Strecke

Die Strecke war bei der Flutkatastrophe im Sommer 2021 massiv beschädigt worden. Im Zuge des Wiederaufbaus wurde der Abschnitt zwischen Walporzheim und Ahrbrück weitgehend neu errichtet. Nach Angaben der Bahn erhielt die Strecke moderne Stellwerkstechnik sowie Oberleitungen, wichtige Voraussetzungen für einen elektrischen und klimafreundlicheren Bahnverkehr.

Beide Regionallinien jetzt elektrisch unterwegs

Bereits seit Dezember sind auf der zweiten Linie durch das Ahrtal, der RB 32, vollelektrische Züge im Einsatz. Diese werden von Trans Regio Deutsche Regionalbahn GmbH betrieben.

Mit der nun ebenfalls elektrifizierten RB 30 sind damit künftig beide Regionallinien im Ahrtal elektrisch unterwegs, ein sichtbares Signal für den Fortschritt beim Wiederaufbau der Bahnstrecke.