Rund 6.000 bis 7.000 Menschen haben beim Christopher Street Day in Koblenz für Vielfalt, mehr Schutz queerer Menschen und ein queeres Zentrum demonstriert. Die Polizei meldet einen friedlichen und störungsfreien Verlauf.

Koblenz |

Mehrere Tausend Menschen sind am Samstag, 15. August, beim Christopher Street Day durch die Koblenzer Innenstadt gezogen. Nach Angaben der Polizei nahmen in der Spitze zwischen 6.000 und 7.000 Menschen an dem rund zweistündigen Aufzug teil. Demo-Leiter Patrick Zwiernik beschrieb die Stimmung als friedlich, zugleich aber kämpferisch.

Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer brachten selbst gestaltete Plakate mit. Gefordert wurden unter anderem ein queeres Zentrum in Koblenz und ein stärkerer Schutz queerer Menschen. Zudem waren zahlreiche Botschaften gegen Rechtsextremismus zu sehen.

Forderung nach mehr Schutz

Zwiernik verwies auf ein zunehmend raues gesellschaftliches Klima und queerfeindliche Vorfälle. Die Demonstrierenden sprachen sich zudem dafür aus, den Schutz vor Diskriminierung im Artikel 3 des Grundgesetzes ausdrücklich um sexuelle und geschlechtliche Vielfalt zu ergänzen.

Nach Ansicht der Veranstalter sollte der Schutz queerer Menschen außerdem als kommunale Pflichtaufgabe verstanden und entsprechend durch das Land finanziert werden.

Polizei zieht positive Bilanz

Die Polizeiinspektion Koblenz 1 begleitete den CSD gemeinsam mit der Stadt Koblenz. Nach Angaben der Polizei verlief die Veranstaltung friedlich und ohne besondere Vorkommnisse. Strafanzeigen im Zusammenhang mit dem Aufzug wurden nach bisherigem Stand nicht aufgenommen.

Einsatzleiter Steffen Göbel sprach von einem erfolgreichen CSD und dankte sowohl den Teilnehmenden für das friedliche Miteinander als auch den Einsatzkräften für ihre Arbeit.