Am 3. März 2026 2026 ist im Alter von 98 Jahren Bruder Lukas Ruegenberg gestorben.
Begabt und vielseitig war Lukas Ruegenburg, der 1951 in den Benediktinerorden eintrat und im Kloster von Maria Laach eine Heimat fand. In Berlin wurde er am 21.Juli 1928 geboren. Seine Mutter, die im dritten Reich jüdische Mitbürger versteckte, war die Tochter des Malers Ernst Windhoff (1870-1936), der ein Mitglied der naturalistischen Schule war. Bruder Lukas studierte an der Kunstakademie in Berlin, er reiste viel, saugte alles in sich auf und wurde Schriftsteller und Illustrator. Seine Bilderbücher beschäftigen sich mit dem Holocaust, dem dritten Reich generell und dem Thema Antisemitismus. Aber auch religiöse und gesellschaftliche Probleme griff er auf.
Der Kölner „Kellerladen“ wurde sein Lebensinhalt. Er übernahm die Patenschaft für gestrauchelte junge Menschen, denen er die Hand reichte. Später kam ein Lager von Sinti und Roma in der Slowakei hinzu. „Ich habe nie geglaubt, dass es so etwas in einer zivilisierten Welt geben kann. Aber ich habe es vorgefunden“, hat er mir einmal erzählt. Er half in diesem Lager nicht nur den Menschen, er versuchte auch, die für den Bereich zuständige Kommunalpolitik dafür zu gewinnen, dass sie begreifen mögen, dass dort an dem Flecken, um den sie sich auch kümmern sollten, Menschen leben. Im langjährigen Abt Benedikt fand er für sein Projekt einen Unterstützer. Und auch Lotto Rheinland-Pfalz wurde ein intensiver Begleiter der Arbeit von Bruder Lukas.
Benediktiner, Künstler und Sozialarbeiter-in nichts steckte ein Widerspruch. Das alles in einer faszinierenden Kombination war Bruder Lukas. „Wenn man könnte, einen wie Bruder Lukas müsste man heilig sprechen“, hat Gernot Mittler, ehemaliger Finanzminister des Landes Rheinland-Pfalz und lange Jahre Vorsitzender des Freundeskreises der Abtei Maria Laach einmal gesagt.
Bruder Lukas hätte das mit einem Lächeln abgelehnt. Er wollte als Irdischer seinen Teil dazu beitragen, die Welt ein klein wenig anders und auch besser zu machen. Und er gab dieser Welt fast 100 Jahre lang sehr viel.
Zurück bleibt die Erinnerung an einen einzigartigen Menschen.
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