Sport

 

Der Fußball und die Idee von gelebter Inklusion

Das Thema Inklusion wird im Fußballkreis Rhein-Ahr immer stärker gelebt. (Foto: Red.)


Dass der Fußballkreis Rhein-Ahr nach der schrecklichen Flutkatastrophe von Mitte Juli 2021 besonders im Fokus stand, weil viele Vereine ihre Grundlage für den Sportbetrieb verloren hatten, ist ein Teil der Geschehnisse in dieser Zeit. Sportplätze und Vereinshäuser verschwanden in den Fluten und sie sind bis heute nicht neu erstanden.

Aber so erschütternd wie die Umstände der Flut auch waren, so faszinierend war die Kraft mit der die Vereine an der Ahr, mit ihrem Fußballkreisvorsitzenden Dieter Sesterheim aus Adenau an der Spitze, die Voraussetzungen dafür schufen, dass innehrlab von Wochen der Wiederaufbau einer Sportstruktur möglich wurde. Sehr schnell konnten die Ahrvereine, wenn auch größtenteils auf anderen Plätzen, wieder am Wettkampfsport teilnehmen.

Die Erkenntnis, zu was das Ehrenamt unserer Vereine fähig ist, wird weit über diese Naturkatastrophe hinaus wirken. - Dieter Sesterheim (Vorsitzender Fußballkreis Rhein-Ahr)

Sesterheim legt aber auch Wert darauf, die Unterstützung der vielen Fußballvereine von außerhalb der Ahr zu würdigen. In einem weiteren Punkt ist der Fußballkreis Rhein-Ahr etwas Besonders. Auch das Thema Inklusion wird in diesem Kreis immer stärker gelebt. Wolfgang Durben und Frank Breitbach bieten das Miteinander behinderter und nicht behinderter Fußballer im VfB Polch seit einiger Zeit an. Und auch der SV Gering-Kollig mit Volker Ackermann und Willi Haupt engagiert sich in dem Projekt. Auch die Fußballer in Ettringen mit Vorsitzender Dieter Schäfer treiben dieses Miteinander voran. Und in Kruft, wo der TV und die DJK und hier maßgeblich Dirk Pickenhahn für die Idee arbeiten, zeigt die Arbeit bereits Früchte. Und auch die DJK aus Plaidt zeigt großes Interesse. Für vieles in der Region steht Reiner Plehwe, der Krufter, der im Sport der Menschen mit geistiger Behinderung seit vielen Jahren ein unverzichtbarer Faktor ist. Außerhalb des Rhein-Ahr-Kreises sind es vor allem die Mülheim-Kärlicher mit Tom Theisen und Michael Wall, die sich in diesem Bereich mit Erfolg betätigen.

Es geht um viel mehr als Siege und Tore, es ist die Schaffung einer Idee von Normalität zwischen Menschen mit und ohne Behinderung. - Reiner Plehwe