Sport

 

Großartiger Sport in einer unwirklichen Umgebung

Die Olympischen Winterspiele 2022 sind Geschichte. (Foto: Pixabay)


Olympia ist vorbei. Für die Sportler waren es in Peking und Umgebung gut organisierte Spiele, die Sportanlagen erhielten Bestbewertungen der Aktiven. Im Medaillenspiegel wurde Deutschland hinter Norwegen die zweitbeste Mannschaft. Alles was auf der Bahn im Rodeln, Skeleton und Bobfahren stattfand, wurde bis auf einen Wettbewerb von unseren Sportlerinnen und Sportlern gewonnen. Sportlich waren die Spiele ein Erfolg. Die von vielen Aktiven bemängelten Einschränkungen und Behinderungen infolge der Pandemie hätte es vermutlich auch in einer anderen Austragungsstadt gegeben, wenn auch nicht so exzessiv.

Wer darauf gehofft hatte und sogar darin eine Begründung für die Durchführung der Spiele in Peking sah, der Sport könne ein politisches System verändern, Freiheit im Denken und Freiheit für die Medien herbeiführen, der hätte wissen müssen, dass das ein Traum bleibt. China wollte die Spiele, zum ersten Mal war mit Peking eine Stadt Ausrichter von Sommerspielen (2008) und von Winterspielen, um seine Stärke, sein gewachsenes Selbstbewusstsein und die Fähigkeit,  Olympische Spiele  leisten zu können unter Beweis zu stellen. Was einmal aus den Sportanlagen wird, spielt dabei keine Rolle. Totalitäre Systeme haben den Sport immer für ihre Selbstdarstellung missbraucht. Das war so 1936 in Berlin, als die Nazis die Jugend der Welt eingeladen haben, und es war ein Teil der DNA der DDR. Der Sport war Mittel zum politischen Zweck. Es war nie ausgeprägter als jetzt in Peking. 

Das Internationale Olympische  Komitee (IOC) mit seinem deutschen Präsidenten Thomas Bach hat mit der Vergabe eine tiefe Verbeugung vor dem Reich der MItte vollzogen und die Spiele nicht genutzt, um darauf hinzuweisen, dass wirkliche Spiele des Friedens nur in einem Land stattfinden können, dass von einer großen Freiheit nach innen und außen lebt. Es wurden Spiele mit großartigem Sport in einer unwirklichen Umgebung von Kunstschnee, einer rigiden Umsetzung von Pandemievorsorge, ohne Zuschauer und ohne den Anspruch, über alles berichten zu dürfen, was das Land und seine Menschen ausmacht.

Es bleibt die Hoffnung auf die kommenden Spiele: die im Sommer 2024 in Paris und die im Winter 2026 in Mailand und Cortina d´´Ampezzo zur Austragung kommen werden. Dann wird ein Thema nicht über allen anderen stehen: wie nämlich die Freiheit aller im Handeln garantiert werden kann, die zu den Spielen kommen werden.