Sport

 

In Peking beginnen heute die 13. Winter-Paralympics

Das Logo des Internationalen Paralympischen Komitees. (Bildrechte am Ende des Textes)


Heute beginnen in Peking die Winter-Paralympics. 17 deutsche Sportlerinnen und Sportler nehmen daran teil, aus Rheinland-Pfalz ist niemand dabei. 78 Wettbewerbe in sechs Sportarten finden bis zum 13. März statt. Ski Alpin, der Langlauf, Biathlon, Snowboard, Eishockey und Curling stehen auf dem Programm. Die ersten paralympischen Winterspiele gab es 1976 im schwedischen Örnsköldsvin.

Nie zuvor gab es Paralympics in einem derartigen politischen Umfeld. Mitten im russischen Krieg in der Ukraine finden die Spiele in einem Land mit einem totalitären politischen System statt. China hat sich politisch an die Seite des Aggressors Russland gestellt. Der für die Paralympics zuständige Behindertensportverband hat Russland und Belarus von den Spielen ausgeschlossen, nachdem es zunächst eine Teilnahme geben sollte, ohne dass die Sportlerinnen und Sportler beider Länder unter ihrer Flagge hätten einmarschieren dürfen. Erst der Druck einiger Länder, die Spiele zu boykottieren, brachte den Weltverband dann zum Umdenken und zum Ausschluss der beiden Länder.

Es sind alles andere als gute Voraussetzungen für die Durchführung des wichtigsten Sportfestes für behinderte Athletinnen und Athleten. Vieles was ab heute in Peking geschieht, auch Chinas erneuter Versuch, der Welt gut organisierte Spiele in einem Land vorzugaukeln, das die Freiheit  der Menschen mit Füßen tritt, es ist einfach nur eine Lüge mehr in dieser Zeit.

Es gibt eine einzige Lehre aus Peking 2022, egal ob es die Spiele der behinderten oder der nicht behinderten Wintersportler betrifft: wenn die internationalen Sportverbände Olympische Spiele weiter in Länder vergeben, die sich die Spiele kaufen können, wenn sie nicht wieder allein dort stattfinden, wo Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Meinungsfreiheit selbstverständlich sind, dann wird auch die Idee vom olympischen Geist unter die Räder kommen. So wie der olympische Frieden in diesen Tagen von Panzern und Raketenwerfern zerstört wird.

Foto: https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=83244564