Sport

 

Neue Horizonte für den Behindertensport in Berlin

Hertha-BSC-Manager Fredi Bobic ehrt die Fußballer bei den Nationalen Spielen in Berlin. (Bild: privat)

Neben Fredi Bobic zeigte sich der Weltmeister von 2014 Phillipp Lahm in Berlin. (Foto: Reiner Plehwe)

Philipp Lahm zeigte sich nicht nur freundlich, sondern alle unsere Bronzemedaillen Gewinner bekamen ein Foto mit ihm. (Foto: Reiner Plehwe)


Berlin bietet in diesen Tagen eine einzigartige Vielfalt an Sport. Da sind zum einen die Finals, die Deutschen Meisterschaften in 14 Sportarten von Kanupolo über Trampolinturnen bis hin zur Leichtathletik und dem Fechten.

Im Fechten mit dem Koblenzer Peter Joppich zum ersten Mal seit vielen Jahren nur als Beobachter. Der vierfache Einzel Weltmeister im Florettfechten hat im Januar 2022 seine glanzvolle Karriere beendet. Einige der Wettkämpfe haben auch einen inklusiven Charakter, bieten also Wettkämpfe, in denen behinderte und nicht behinderte Mnecshen gemeinsam an den Start gehen. Parallel zu den Finals erlebte Berlin in dieser Woche die Nationalen Spiele von Special Olympics, des Verbandes für Menschen mit geistiger Behinderung. 4000 Teilnehmer in 20 Disziplinen, darunter viele aus unserer Region, eine furiose Eröffnungsfeier mit mehr als 10 000 Beteiligten im Stadion von Union Berlin an der Alten Försterei, tolle Wettkämpfe in einer Mischung von Leistungswillen und unbändiger Freude-Berlin hat die Generalprobe für die Weltspiele 2023 in der deutschen Hauptstadt glänzend bestanden. Im kommenden Jahr werden 7000 Sportlerinnen und Sportler aus mehr als 150 Ländern nach Deutschland kommen. „Wir werden erleben, welchen Wert der Sport für Menschen mit geistiger Behinderung hat. Jeder Teilnehmer wird eine tiefe Freude am Sport versprühen und es wird auch ein Fest der Begegnung von Menschen sein, für die solche Feste sehr viel bedeuten“, formuliert es Sven Albrecht , Geschäftsführer von Special Olympics Deutschland. Die Pandemie hat die Behinderten vielfach um den geliebten Sport beraubt. Und immer noch sind es mit nur acht Prozent der Behinderten viel zu wenige, die Zugang zur sportlichen Bewegung erhalten. Und noch ein Thema wird die Zukunft bestimmen: das Gemeinsame im Sport von behinderten und nicht behinderten. Die Zusammenarbeit mit den Sportvereinen soll verstärkt werden. Inklusion wie es zunehmend in Vereinen wie bei uns in Polch, Ettringen oder Müllheim-Kärlich möglich wird, soll zur Normalität werden. Berlin hat dem Sport der Behinderten in dieser Woche neue Horizonte eröffnet und gezeigt, dass viel mehr möglich ist als man vor Jahren noch geglaubt hatte. Special Olympics hat endgültig einen Platz in der öffentlichen Wahrnehmung des Sportes gefunden. Das ist der Weg in die Zukunft.