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Oberliga-Halbzeitbilanz: FV Engers

Der Rheinlandpokalsieger von 2020 hat auch für 2022 große Ziele. (Foto: FV Engers)


Die Spieler und Verantwortlichen des FV Engers konnte den Jahreswechsel in aller Ruhe und ohne sportliche Sorgen feiern. Der FVE konnte bereits am 27. November des vergangenen Jahres die Weichen für ein weiteres Jahr in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar stellen. Damit ist das übergeordnete Saisonziel, der Klassenerhalt in Deutschlands fünfthöchster Spielklasse, vorzeitig erreicht.

Durch den 3:1-Erfolg über den SV Gonsenheim in der Gruppe Nord schafften die Engerser die Qualifikation für die Playoffs zur Aufstiegsrunde und können bereits jetzt nicht mehr absteigen. Zudem stehen sie im Halbfinale des Rheinlandpokals. „Zusammen mit Karbach sind wir derzeit die erfolgreichste Mannschaft im Verband. Ich bin total stolz auf meine Mannschaft. Das war eine wahnsinnige Leistung“, freute sich FVE-Trainer Sascha Watzlawik über das erfolgreiche zweite Halbjahr 2021.

So positiv wie das Fazit zur Halbzeit der Saison ausfällt, so negativ war der Saisonstart für den derzeitigen viertplatzierten. Bis zum fünften Spieltag musste die Mannschaft von Sascha Watzlawik auf einen Sieg warten. Doch dann ging es stetig bergauf. Innerhalb von drei Spieltagen konnte sich der FV Engers vom letzten Tabellenplatz in die obere Tabellenhälfte vorarbeiten. Ab dem zehnten Spieltag verließ man die Plätze, die zur Aufstiegsrunde qualifizieren, nicht mehr. Die Leistungen des Teams stabilisierten sich, sodass der FVE seit mittlerweile neun Spieltagen ohne Unterbrechung auf dem vierten Tabellenplatz rangiert. Vor allem in den letzten Wochen der Hinrunde hat sich der FV Engers das Prädikat „Top-Mannschaft“ mehr als verdient. Das Highlight war sicherlich diese eine Woche im November als man innerhalb weniger Tage, in der Liga und im Pokal, zwei Mal auf Eintracht Trier traf und nie als Verlierer vom Platz ging.

Fragen an Engers-Trainer Sascha Watzlawik:

aktuell4u: Wie bewerten Sie die Hinrunde Ihrer Mannschaft?

Sascha Watzlawik: Wir hatten einen mittelmäßigen Start in die Gruppenphase und lagen zeitweise sogar auf dem letzten Tabellenplatz. Doch die Mannschaft hat sich trotz großer verletzungsbedingter Ausfälle gesteigert. Besonders die jungen Spieler haben immer mehr Verantwortung übernommen. Zudem haben Verein, Mannschaft und auch das Umfeld die Ruhe bewahrt. Es war sicherlich eine Hinrunde, die es so noch nie gegeben hat. Gefühlt hatten wir nur englische Wochen. Und das alles neben Beruf und Familie.

aktuell4u: Was war Ihr persönliches Highlight der Hinrunde?

Sascha Watzlawik: Unser 2:1-Auswärtssieg beim damaligen Tabellenführer in Waldalgesheim. Wir gingen mit einem 0:1-Rückstand in die Halbzeit und haben uns geschworen, die Partie noch zu kippen. Am Ende haben wir 2:1 gewonnen und hatten drei wichtige Punkte. Das hat uns unheimlich viel Selbstvertrauen gebracht. Plötzlich war das „Wir-Gefühl“ wieder da. Danach haben wir uns praktisch von Spiel zu Spiel verbessert und die richtigen Ergebnisse eingefahren.

aktuell4u: Wie sieht der Fahrplan in der Vorbereitung auf die Rückrunde aus?

Sascha Watzlawik: Wir haben noch zwei Spiele aus der Gruppenphase in Karbach und zu Hause gegen Salmrohr auszutragen, ehe die Playoffs zur Aufstiegsrunde beginnen. Diese beiden Spiele sind derzeit für den 26. Februar beziehungsweise 5. März terminiert, wenn wir bedingt durch die Pandemie planmäßig starten dürfen, oder können. Am 30. März steht das Halbfinale im Pokal in Hochwald-Zerf auf dem Programm. Spätestens bis dahin sollten wir wieder unseren Rhythmus gefunden haben. Es bleibt derzeit allerdings offen, ob der Zeitplan so eingehalten werden kann.

aktuell4u: Gibt es personelle Änderungen in der Winterpause in Bezug auf Zu- & Abgänge?

Sascha Watzlawik: Stand heute wird es in der Winterpause keine Änderungen geben. Wir sind aber schon in Gesprächen für die kommende Saison. 

aktuell4u: Was sind Ihre Ziele für die zweite Saisonhälfte?

Sascha Watzlawik: Wir wollen in den Playoffs zur Aufstiegsrunde unter die ersten sechs kommen und auch im Saarland unsere Stärken zeigen. Wir werden an taktischen Dingen arbeiten und unseren Weg, Talente weiter nach vorne zu bringen weiter konsequent verfolgen. Der FV Engers wird mit Sicherheit keine Punkte verschenken. Unser ganz großes Ziel ist aber sicherlich das Finale um den Rheinlandpokal zu erreichen und den Pokal zu gewinnen. Das ist für einen Fußballer sicher ein unvergessliches Erlebnis in seiner Karriere. Unseren Auftritt vor zwei Jahren in der ersten Runde des DFB-Pokals in Bochum haben noch einige Spieler fest in ihren Köpfen.