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Oberliga-Halbzeitbilanz: SG 2000 Mülheim-Kärlich

Die Mannschaft der SG 2000 Mülheim-Kärlich. (Foto: SG 2000)


Trainer Thomas Arzbach und die Spieler der SG 2000 Mülheim-Kärlich befinden sich aktuell in der Wintervorbereitung und bereiten sich auf die zweite Saisonhälfte vor. Auch wenn die beiden entscheidenden Spiele für den weiteren Verlauf der Saison noch ausstehen, lässt sich bereits ein erstes Zwischenfazit ziehen.

Durch die coronabedingte Umstrukturierung der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar in eine Nord- und in eine Südgruppe und die damit verbundene Unterteilung in Aufstiegs- und Abstiegsrunde verhieß es für die SG 2000 Mülheim-Kärlich eine sportlich schwierige Saison zu werden. Bis dato konnten die internen und externen Erwartungen an die Mannschaft von Thomas Arzbach jedoch übertroffen werden. Nach 20 absolvierten Partien steht die SG mit 26 Punkten auf einem bemerkenswerten siebten Tabellenplatz.

Die Mülheimer starteten zum Auftakt mit zwei knappen Niederlagen gegen den FSV Salmrohr und die TuS Koblenz. Anschließend gelangen gegen Engers, Kaiserslautern II und Emmelshausen jedoch gleich drei wichtige Siege am Stück. Es folgte eine lange Durststrecke von neun Ligaspielen in Serie ohne Sieg (fünf Unentschieden, vier Niederlagen). Parallel dazu überstand die SG die ersten beiden Rheinlandpokalrunden gegen die Bezirksligisten aus Plaidt und Rübenach schadlos und konnte im Achtelfinale dann für eine echte Sensation sorgen: Mit 2:0 besiegte man den Regionalligisten und klaren Favoriten Rot-Weiß Koblenz auf dem heimischen Rasenplatz.

Während in der Liga aus den jüngsten sechs Partien beachtliche 13 Punkte resultierten (inklusive eines starken Auftritts samt Punktgewinn gegen Spitzenreiter Eintracht Trier), folgte im Pokalviertelfinale unmittelbar vor der Winterpause die Ernüchterung. Gegen die TuS Koblenz setzte es wie schon in den beiden vorausgehenden Ligaduellen eine bittere 0:2-Niederlage. Somit bleibt den Mülheimern in der zweiten Saisonhälfte nur noch der Ligaspielbetrieb. In den kommenden zwei Partien wird durch das Fernduell gegen die punktgleiche TuS Koblenz und die Zweitvertretung des 1. FC Kaiserslautern dann entschieden werden, ob es in der Aufstiegs- oder in der Abstiegsrunde weitergeht.

Fragen an Mülheim-Trainer Thomas Arzbach:

aktuell4u: Wie bewerten Sie die Hinrunde Ihrer Mannschaft?

Thomas Arzbach: So gesehen sind wir aufgrund des Abbruchs der letzten Saison immer noch Aufsteiger. Von daher sind wir mehr als im Soll und sehr zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf. Hätte mir vor der Saison jemand gesagt, dass wir zur Halbzeit punktgleich mit der TuS und drei Punkte vor Eisbachtal sein werden, hätte ich gesagt „der spinnt“. Das hätte ich nicht für möglich gehalten und sofort so unterschrieben. Trotzdem hätten wir durchaus noch mehr Punkte holen können.

aktuell4u: Was war Ihr persönliches Highlight der Hinrunde?

Thomas Arzbach: Natürlich denkt da jeder sofort an das Pokalspiel gegen Rot-Weiß. Aber solche Siege sind gerade im Pokal nur eine Momentaufnahme. Durch die Niederlage gegen die TuS ist der Sieg nicht mehr viel wert. Aber wir haben viele Momente, auf die wir stolz sein können. Selbst bei den knappen Niederlagen gegen Kaiserslautern II und gegen Karbach haben wir sehr gute Spiele gemacht.

aktuell4u: Wie läuft die Vorbereitung auf die Rückrunde?

Thomas Arzbach: Wir haben am Montag mit dem Mannschaftstraining angefangen. Wir haben noch ein paar Altlasten, einige angeschlagene Spieler, aber das muss man annehmen, um das Beste daraus zu machen. Corona begleitet uns natürlich auch ständig, die Organisation ist wie schon die ganze Zeit über sehr schwierig. Das Chaos wird alle betreffen, gehört mittlerweile aber auch irgendwie zum Tagesgeschäft.

aktuell4u: Gibt es personelle Änderungen in der Winterpause in Bezug auf Zu- & Abgänge?

Thomas Arzbach: Wir haben weder Zu- noch Abgänge.

aktuell4u: Was sind Ihre Ziele für die zweite Saisonhälfte?

Thomas Arzbach: Wir dürfen uns nicht auf unserer Zufriedenheit ausruhen, das wäre fatal. Der Klassenerhalt ist nach wie vor das Ziel, es wäre unsinnig daran etwas zu ändern. Alles andere wäre auch vermessen. Selbstverständlich ist immer die maximale Punkteausbeute gewollt, aber wir haben zwei schwere Spiele vor der Brust. Grundlegend bleibt es das Ziel, die Mannschaft weiter zu verbessern.

Vielen Dank für das Interview. Das Interview wurde geführt von Jan Bernardy.