Tête-à-tête: der Vorstand des amtierenden Pokalsiegers FV Engers (grüne Trikots) attackiert den Fußballverband Rheinland scharf (Foto: Peter Seydel).

Rheinlandpokal: Vorjahressieger FV Engers attackiert FV Rheinland

Der FV Engers 07 hat in einer Stellungnahme den Fußballverband Rheinland hinsichtlich der Vorgehensweise für die Fortführung des Rheinlandpokal aufs Schärfste kritisiert. Damit geht die Auseinandersetzung zwischen dem Verbandspräsidenten Walter Desch und Engers‘ Vorsitzenden Martin Hahn in die nächste Runde. Bereits in der Videokonferenz des Fußballverband Rheinland zur Fortsetzung des Pokals hatte es zwischen den Beiden gerappelt.

In der Stellungnahme, welche der letztjährige Pokalfinalist auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht hat, kommentiert der Engerser Vorsitzende Martin Hahn die Aussagen von Walter Desch gegenüber der Rhein-Zeitung vom 29.März 2021, als sich der Verbandspräsident genötigt sah, sich zu den Diskussionen rund um den Rheinlandpokal, und insbesondere zu den Angriffen von Martin Hahn, zu äußern. Hintergrund: Der Fußballverband Rheinland möchte den Verbandspokal zwischen dem 13.-29.Mai zu Ende spielen, weil es Sponsoringverträge gibt, welche es einzuhalten gibt.

„[…] der FVR [wollte], wie andere Landesverbände auch, den verbliebenen Teilnehmern eine Brücke bauen und sie für ihren Rückzug mit einer Beteiligung an den auszuschüttenden Preisgeldern abfinden“, sagte Desch gegenüber der RZ. Dieser Plan ging allerdings nicht auf: 35 von 37 verbliebenen Teilnehmern meldeten sich für eine weitere Teilnahme.

Hahn greift Deschs Interview mit der Rhein-Zeitung auf und holt in der Stellungnahme zum Gegenschlag aus. „Es ist absolut unvorstellbar, dass am 29.Mai ein Tag der Amateure quer durch die Republik stattfinden kann und darf“, schreibt Martin Hahn. „Es ist die Verantwortung und die Aufgabe der Verbände und des DFB gemeinsam mit der ARD Alternativen zu erarbeiten, die eine sportliche Austragung im Sommer ermöglichen und nicht eine Farce als Finaltag inszenieren, der jede sportliche Grundlage und Legitimation fehlt und die am grünen Tisch ausgeklügelt wird“. Was Hahn damit meint: im Fußballverband Rheinland steht derzeit nur Regionalligist TuS Rot-Weiß Koblenz im Spielbetrieb. Sämtlichen anderen verbliebenen Pokalteilnehmern ist derzeit nicht einmal ein Mannschaftstraining möglich. „36 von 37 Vereinen befinden sich seit November im Lockdown“, so Hahn und geht noch weiter: „In einer Phase, in der Menschen um ihre Gesundheit fürchten überhaupt mit einem konkreten Termin Vereine vor vollendete Tatsachen zu stellen und kompromisslos daran festzuhalten, ist und bleibt unverantwortlich.“

Während Verbandspräsident Walter Desch sich in der Rhein-Zeitung gegen den Vorwurf wehrt, nur wirtschaftliche Interessen zu verfolgen, und das Angebot einer finanziellen Entschädigung als Brückenbau bezeichnet, erregt dieser Gedanke nur weiter die Gemüter am Wasserturm: „Es wurde versucht Druck auf die Vereine auszuüben“, heißt es in der Stellungnahme, in der Hahn Lösungen fordert und bereits wohl bereits einen konkreten Vorschlag unterbreitet hat. So klingt er auch am Ende versöhnlich und lösungsorientiert: „Mit dem guten Willen aller Beteiligten sind Lösungen, die unser aller sportlichen Interesse gerecht werden, die Gesundheitsrisiken minimieren und die wirtschaftlichen Interessen des Verbandes und der Vereine berücksichtigen absolut möglich“, schreibt Hahn.

Wie es mit dem Rheinlandpokal aufgrund der hohen Meldezahlen weitergeht, ist derzeit noch offen. „Im FVR haben 35 von 37 Teams erklärt weiterzuspielen. Dieses Votum hat der der FVR zu respektieren und wird damit umgehen müssen.“ Fortsetzung folgt.

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