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Rot-Weiss Koblenz verliert den Saisonauftakt gegen den FC Homburg

In dieser Situation hatte RWK noch Glück: Der Schuss von Markus Mendler (Mitte, im Hintergrund) trifft den Pfosten. Die Koblenzer Tobi Adewole und Tim Kips schauen dem Spielgerät hinterher. (Foto: FC Rot-Weiss Koblenz)


Der erste Pflichtspielauftritt konnte sich sehen lassen. Der FC Rot-Weiss Koblenz hat seinen Regionalliga-Einstand für die Saison 2022/23 zwar vor heimischem Publikum verloren, bot dem stark eingeschätzten FC Homburg insgesamt aber gut Paroli. In der Endphase besaßen die Gastgeber drei gute Ausgleichsmöglichkeit. Aber es fiel nicht das 2:2, sondern weit in der Nachspielzeit das 3:1 für die Saarländer.

Wir haben gegen einen Gegner mit Ambitionen alles probiert und viel investiert. - Oliver Reck (Trainer FC Rot-Weiss Koblenz)

Am Ende freuten sich die Homburger über drei Punkte, die erste Jubeleinlage gehörte jedoch Rot-Weiss. Nach der an Höhepunkten armen Anfangsphase traf Neuzugang Robin Afamefuna zum 1:0 für Koblenz. Kapitän Iosif Maroudis hatte das Spiel gut von rechts nach links verlagert und Afamefuna schloss präzise ab (18.). Das 1:0 stachelte den FCH offenbar richtig an.

Koblenz hat es uns schwer gemacht. Der Ausgleich tat uns gut. - Timo Wenzel (Trainer FC Homburg)

Das 1:1 ließ nicht lange auf sich warten. Torjäger Fabian Eisele köpfte nach der Vorarbeit Markus Mendlers ein (22.) und zeigte in der Nachspielzeit seine nochmals seine Abschlussqualitäten, als er erneut vor Tim Kips auftauchte. Die Direktabnahme von Homburgs neuem Stürmer drehte das Ergebnis (45.+3).

Das RWK-Torgestänge verhinderte einen deutlicheren Zwischenstand. Bei den Abschlüssen von David Hummel (33.) und Markus Mendler (58.) hatten die Gastgeber das Glück auf ihrer Seite. Die Reck-Elf ließ nicht locker und machte deutlich, dass sie gegen einen der Aufstiegsmitfavoriten die Überraschung schaffen wollte. „Auch unsere Einwechselspieler haben ihre Sache gut gemacht“, stellte der ehemalige Nationaltorhüter zufrieden fest, dass die Joker ihren Beitrag zur Schlussoffensive leisteten. Sie waren es auch, die den Ausgleich auf dem Fuß hatten. Für John Peter Sesay und Nils Lihsek gab es bei einer dicken Doppelchance kein Vorbeikommen an David Salfeld. Homburgs Schlussmann hielt seine Mannschaft mit zwei Glanzparaden in Führung (75.). Außerdem verzog Gentrit Limani knapp (62.), und Nils Lihseks Schuss wurde von einem Homburger abgefälscht (84.). Rot-Weiss versuchte alles und stürmte in der Endphase bei Standardsituationen sogar mit Schlussmann Kips. Als der Ball dann beim eingewechselten Thomas Gösweiner landete und der Österreicher zum Alleingang startete, brachte er mit reichlich Anlauf das 1:3 auf den Weg.

Koblenz: Kips - Weidenbach, Adewole, Regäsel (56. Lihsek) - Kouadio (83. An), Guthörl, Ike (56. Limani), Maroudis, Afamefuna - Töpken, Stark (65. Sesay)
Homburg: Salfeld - Plattenhardt, Heilig, L. Hoffmann, Schuck - Ristl - Perdedaj (63. Ardestani), Gerezgiher (73. Steinmetz), Mendler (82. P. Hoffmann) - Hummel (82. Matwuila), Eisele (73. Gösweiner)
Schiedsrichter: Marcel Rühl (Wettenberg)
Zuschauer: 470
Tore: 1:0 Robin Afamefuna (18.), 1:1 und 1:2 Fabian Eisele (22., 45.+3), 1:3 Thomas Gösweiner (90.+3)