Theo Zwanziger mit seiner Frau (Foto: P.Seydel).

Zum 76.Geburtstag von Theo Zwanziger - ein Kommentar von Hans-Peter Schössler

Am heutigen Sonntag wird Theo Zwanziger 76 Jahre alt und wenn man ihn fragt, wie es ihm geht, dann spricht er von einem perfekten Leben mit Ehefrau Inge, seinen beiden Söhnen und den Enkelkindern. Und auch davon, dass ihn  ie Aufgaben in Altendiez mit dem Engagement für eine auf Genossenschaftsbasis entstandene Schule und eine Senioreneinrichtung sehr befriedigen.

Der Deutsche Fußball-Bund, dem er von 2004 bis 2012 zunächst als geschäftsführender Präsident und in einer Doppelspitze mit Gerhard Mayer-Vorfelder und dann ab 2006 als alleiniger Präsident dienen konnte, ist ein Stück  weg. Dass es das schönste Amt für ihn war, das will er auch heute nach einer Zeit der Verwerfungen, Prozesse und der  vielen medialen Auseinandersetzungen weiter so stehen lassen. Natürlich verfolgt er die Geschehnisse im DFB und in der ihm eigenen klaren Art hat er auch eine wie immer deutliche Positionierung. Den Abgang des jüngsten Präsidenten Fritz Keller, des Dritten in der Nach-Zwanziger-Zeit, will er nicht kommentieren, wohl aber, dass mit Schatzmeister Dr. Stephan Osnabrügge und Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius zwei Persönlichkeiten den DFB verlassen werden, die ihm auch für die Zukunft gutgetan hätten.

Wenn Theo Zwanziger den Blick auf die unrühmliche Aufarbeitung des WM-Geschehens von 2006 lenkt, einer Entwicklung, die auch ihn nicht nur mit Ruhm umgibt, dann bedauert er vor allem den Schaden, den Franz Beckenbauer genommen hat. Egal wie sehr er in den Skandal und seine Vorgänge verstrickt war, der Umgang mit einem der Größten des Weltfußballs und dem Mann, der die WM 2006 nach Deutschland holte, hätte respektvoller sein müssen, meint Theo Zwanziger.

Im Fußballverband Rheinland ist er Ehrenvorsitzender und in der Stiftung „Fußball Hilft“, einer Nachfolgestiftung seiner „Theo-Zwanziger-Stiftung“ wirkt er weiter mit. Es ist seine Brücke zum Fußball. Und die freundschaftliche Art und Weise, wie er es mit seinem Nachfolger im Rheinland Walter Desch und den  Freunden in den Gremien wie Norbert Weise oder Dirk Janotta schafft, für die Sache zu arbeiten, könnte ein Beispiel auch für andere Verbände, warum nicht auch den DFB, sein.

In seinen Jahren im DFB warb Theo Zwanziger für die soziale und gesellschaftliche Bedeutung des Fußballs, er schuf mit am Grundlagenvertrag zwischen Liga und DFB, kümmerte sich um den Schulsport und den Jugendfußball und warb wie kein anderer vor und nach ihm für den Fußball der Mädchen und Frauen. Mit seiner unvergessenen Rede bei der Trauerfeier von Nationaltorwart Robert Enke im Niedersachsenstadion von Hannover warb Theo Zwanziger für das Bild eines humanen Fußballs, der bei allem Trachten nach Erfolg und wirtschaftlicher Stärke nie den Menschen aus dem Blick verlieren dürfe.

Der DFB-Präsident Zwanziger war nicht frei von Fehlern und Eitelkeiten, aber längst schon wissen wir, dass seine Jahre im DFB  nicht die schlechtesten waren.

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