Nicht alles im Leben läuft nach Plan – und das ist in Ordnung. In meiner aktuellen Kolumne schreibe ich darüber, wie wir lernen können, flexibler zu werden, statt uns von jeder Planänderung aus der Ruhe bringen zu lassen. Zwischen Gelassenheit, Meditation und kleinen Kurskorrekturen.

Mendig |

Eigentlich erscheint meine Kolumne mittwochs. Heute ist Freitag. Zwei Tage später. Und soll ich dir was sagen? Es ist okay. Denn manchmal läuft das Leben eben anders als geplant. Termine verschieben sich, das Gedankenkarussell dreht sich langsamer als sonst, oder es kommen schlicht Dinge dazwischen, auf die man keinen Einfluss hat.

Ich hätte mich jetzt stressen, mir Vorwürfe machen oder unter Druck setzen können. Aber genau da liegt der Punkt, über den ich schreiben möchte: Flexibilität. Nicht nur im Terminkalender, sondern auch im Kopf.

Wellenreiten statt untergehen

Während der letzten Rauhnächte – dieser magischen Zwischenzeit zwischen den Jahren – habe ich mir viele Wünsche notiert. Einer davon war: Ich möchte lernen, auf den Wellen des Lebens zu reiten, statt von jedem Sturm umgepustet zu werden. Klingt erstmal schön bildlich – aber was bedeutet das eigentlich im Alltag?

Für mich heißt es: Nicht jedes kleine Unwetter muss gleich ein Weltuntergang sein. Es ist okay, wenn mal was nicht nach Plan läuft. Wenn die Kolumne später erscheint. Wenn die Kinder krank werden. Wenn sich Dinge verschieben. Die Frage ist doch: Wie gehe ich damit um?

Atmen statt ausrasten

Ich habe in den letzten Jahren viel innere Arbeit geleistet. Und nein, das meine ich nicht esoterisch-verkitscht, sondern ganz konkret. Ich habe gelernt, mich nicht von jeder Nachricht, jeder Planänderung oder jeder Emotion umwerfen zu lassen. Sondern erstmal zu atmen.

Manchmal ist ein tiefer Atemzug alles, was es braucht, um nicht kopflos zu reagieren. Meditation hat mir dabei sehr geholfen – aber vor allem auch der Gedanke: Ich muss nicht immer sofort funktionieren. Ich darf auch erstmal annehmen, was ist. Und mich dann entscheiden, wie ich damit umgehe.

Perfektion war gestern – Leben ist jetzt

Wir leben in einer Welt, in der alles scheinbar perfekt getaktet ist. Pläne, Deadlines, Erwartungen. Da scheint es schon fast rebellisch zu sein, sich selbst die Erlaubnis zu geben, auch mal aus der Reihe zu tanzen – oder eben zwei Tage später zu liefern.

Aber vielleicht sollten wir genau das öfter tun. Uns erlauben, unperfekt zu sein. Uns Raum geben, wenn das Leben es gerade fordert. Denn das Leben fragt nicht, ob der Kalender gerade Platz hat. Es passiert einfach. Und dann liegt es an uns, ob wir mitgehen oder dagegen ankämpfen.

Ich entscheide mich immer häufiger fürs Mitgehen. Für Gelassenheit. Für inneren Frieden, selbst wenn außen das Chaos regiert.

Denn wer die Wellen nicht bekämpft, sondern lernt, auf ihnen zu reiten, der geht nicht unter – sondern kommt am Ende vielleicht sogar leichter ans Ziel.

Also, traut euch auf's Surfbrett des Lebens und lernt die Wellen zu reiten!

Eure Dani