Muttersein bedeutet Liebe, Verantwortung – und oft auch Erschöpfung. Zwischen Alltag, Arbeit und Kinderbetreuung bleibt kaum Raum für eigene Bedürfnisse. Warum Selbstfürsorge kein Luxus, sondern überlebenswichtig ist – und wie ein neues Mama-Netzwerk in Koblenz Frauen unterstützen will, wieder mehr bei sich selbst anzukommen.

Mendig |

Zwischen Lego und Lebenslust – wie Mamas sich selbst nicht verlieren

Muttersein ist ein Geschenk – heißt es. Und das stimmt. Meistens. Aber manchmal fühlt es sich eher wie ein Spagat an. Einer, bei dem man nicht selten mit schmerzendem Rücken und leerem Akku zurückbleibt. Zwischen Job, Wäschebergen, Hausaufgaben und Fußballtraining bleibt oft wenig Raum für das eigene Ich. Für die Frau hinter der Mutter.

Ich merke das besonders an Tagen, an denen ich das Gefühl habe, nur zu funktionieren. Schnell noch das Frühstück schmieren, E-Mails checken, Kinder zum Sport fahren, Wäsche abhängen, Abendessen kochen. Zwischendurch ein Lächeln, ein Pflaster, eine Umarmung. Aber was bleibt für mich? Wer fragt, was ich heute gebraucht hätte?

Gerade wir Mütter – und noch mehr wir Alleinerziehenden – neigen dazu, uns selbst ans Ende der Liste zu setzen. Weil die Kinder vorgehen. Weil der Alltag ruft. Weil immer irgendwas ist. Dabei wissen wir es doch besser: Nur wenn es uns gut geht, können wir für andere da sein. Eine leere Tasse schenkt keinen Tee aus, heißt es so schön.

Deshalb ist es so wichtig, Räume für sich selbst zu schaffen. Kleine Inseln im Alltagsmeer. Und ein starkes Netz aus Menschen, die auffangen, wenn die Wellen hochschlagen. In Koblenz tut sich da gerade etwas: Der neue Mama-Verbund „Let’s go Moms“ möchte genau solche Räume öffnen. Für Austausch, Unterstützung, echte Verbindung. Denn Frauen, die sich gegenseitig stärken, sind eine Kraft, die man nicht unterschätzen sollte.

Wir müssen weg von der Vorstellung, alles allein schaffen zu müssen. Und hin zu mehr Gemeinschaft. Mehr Miteinander. Mehr „Wie geht’s dir eigentlich wirklich?“. Vielleicht fängt Selbstfürsorge genau da an.

Also: Wann hast du dich zuletzt gefragt, wie es dir geht – wirklich?

Deine Dani