Es ist jedes Jahr dasselbe – und doch jedes Mal aufs Neue ein Geschenk: Die ersten wirklich warmen Tage, an denen man das Frühstück mit einem Kaffee in der Morgensonne beginnt und abends im T-Shirt draußen sitzen bleibt. Die Luft riecht nach Erde, Blüten und Aufbruch, und die Seele macht einen kleinen Hüpfer.
Jetzt beginnt sie, diese besondere Zeit, in der das Leben wieder mehr draußen stattfindet. Die Kinder sind kaum noch im Haus zu halten. Barfuß rennen sie durch den Garten, bauen Lager, jagen Schmetterlinge und landen irgendwann als paniertes Schnitzel in der Badewanne. Und auch wir Großen tanken auf – zwischen Wäscheleinen im Garten, die endlich wieder flattern dürfen, und diesem Duft von frischer Luft, der in der Bettwäsche hängt. So riecht Zuhause im Frühling.
Es ist, als ob mit dem Mai auch ein Teil von uns wieder wach wird. Dinge, die im Winter schwer und bleiern schienen, fühlen sich plötzlich leichter an. Die Tage sind länger, die Abende lau, das Leben lädt wieder ein. Und ich merke jedes Jahr: Je mehr ich draußen bin, desto ruhiger werde ich drinnen. Im Kopf, im Herzen, im ganzen System.
Der Mai beginnt mit der Walpurgisnacht – für mich als spirituellen Menschen ein magischer Moment. Wir machen ein Feuer, bringen Essen mit, lachen, reden, tanzen vielleicht sogar. Eine kleine Auszeit vom Alltag, die mehr ist als ein netter Abend. Es ist ein Übergang, ein Ritual, das mich daran erinnert: Es ist okay, Altes loszulassen, wenn das Neue schon an die Tür klopft.
In diesen Tagen merke ich: Das Leben ist schön. Und manchmal braucht es gar nicht viel – nur ein bisschen Sonne, ein paar Kinderlacher, Wäsche im Wind und das Gefühl, dass alles wieder ein bisschen mehr in Fluss kommt.
Also, beginnt den schönen Monat mit einem Lächeln auf den Lippen und Sonne im Gesicht!
Eure Dani
