Die Mittel stammen aus Landesmitteln in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro sowie aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit rund einer Million Euro. Das Projekt läuft über drei Jahre und wird im Rahmen des Ziels „Investitionen in Beschäftigung und Wachstum“ gefördert.
Forschung zur Wasserstoffnutzung in der Feuerfestindustrie
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Erforschung der Nutzung von Wasserstoff in energieintensiven Industrien, insbesondere in der Feuerfestindustrie. Diese ist im Norden von Rheinland-Pfalz stark vertreten und beliefert zu etwa 70 Prozent die Stahl- und Metallbranche. Die Stahlindustrie gilt damit als wichtigster Abnehmermarkt.
Untersucht werden die chemischen Wechselwirkungen zwischen unterschiedlichen technologierelevanten Wasserstoffatmosphären und keramischen Funktionalbauteilen beziehungsweise keramischem Brenngut. Ziel ist es, die Langzeitbeständigkeit feuerfestkeramischer Auskleidungen bei ihrem Einsatz in wasserstoffbasierten Prozessen zu analysieren.
Aufbau einer Experimentalanlage
Im Rahmen von HYDROFUTURE wird an der Universität Koblenz eine Experimentalanlage aufgebaut. Diese soll industrielle Prozessbedingungen simulieren und variable Testmöglichkeiten bieten.
Durch umfangreiche Auswertungsverfahren werden die eingesetzten Feuerfestwerkstoffe charakterisiert. Die Ergebnisse sollen Herstellern als Grundlage für die Entwicklung wasserstoffbeständiger Materiallösungen dienen.
Beitrag zur industriellen Transformation
Mit dem Projekt soll die Nutzung neuer Technologien zur CO₂-Reduktion anwendungsbezogen erforscht werden. Zudem soll der Technologietransfer in die Wirtschaft unterstützt werden, insbesondere in kleine und mittlere Unternehmen.
Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums stellt die in Rheinland-Pfalz ansässige Feuerfestindustrie rund ein Drittel der in Europa produzierten Feuerfestmaterialien her. Das Projekt soll dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit der Branche im internationalen Marktumfeld zu stärken.
