In einem großangelegten Polizeieinsatz wurde ein Amphetamin-Labor in Neuwied entdeckt, das zur Produktion von Drogen im Millionenwert genutzt wurde, und führte zur Festnahme von drei Tatverdächtigen.

Neuwied |

Am 12. Oktober 2023 gelang es der Polizeiinspektion Neuwied, ein bedeutendes Labor zur Herstellung synthetischer Drogen in einem Lagerhallenkomplex im Raum Neuwied aufzudecken. Dieser Fund zählt zu den größten seiner Art in Rheinland-Pfalz.

Bedeutender Schlag gegen Drogenkriminalität in Neuwied

Die Entdeckung umfasst ein hochprofessionelles Amphetamin-Labor, in dem über 500 Behälter mit verschiedenen Chemikalien und Syntheseabfällen gefunden wurden. Besonders bemerkenswert ist der Fund von etwa 100 Litern Amphetamin-Base, welche zur Produktion von rund 500 Kilogramm Amphetamin-Paste dienen könnte. Der Straßenverkaufswert dieser Menge wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt.

Umfassende Ermittlungen und Festnahmen

Die Kriminaldirektion Koblenz und die Polizeidirektion Neuwied leiten die Ermittlungen, unterstützt durch kriminaltechnische Experten des BKA, des LKA Rheinland-Pfalz und des LKA Baden-Württemberg. Drei Tatverdächtige im Alter von 47, 36 und 21 Jahren wurden festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt, welcher Haftbefehle wegen Fluchtgefahr erließ. Die Verdächtigen befinden sich nun in Untersuchungshaft.

Rechtliche Einordnung und Fortgang der Ermittlungen

Es ist wichtig zu betonen, dass die Aufnahme von Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft nicht automatisch eine Schuld der Beschuldigten impliziert. Gemäß der Strafprozessordnung gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung. Der Erlass von Haftbefehlen dient der Sicherstellung der ordnungsgemäßen Durchführung des Ermittlungsverfahrens.