Wirtschaftsstaatssekretärin Dick-Walther hat dem City-Arbeitskreis Schloßstraße e.V. einen Förderbescheid in Höhe von 150.000 Euro für die Beschäftigung eines BID-Managers überreicht.

Koblenz |

Die rheinland-pfälzische Wirtschaftsstaatssekretärin Petra Dick-Walther hat dem City-Arbeitskreis Schloßstraße e.V. einen Förderbescheid in Höhe von 150.000 Euro für die Beschäftigung eines BID-Managers überreicht. Das frisch gegründete Business Improvement District in Koblenz ist das erste in Rheinland-Pfalz.

Mit dem BID wollen die Initiatoren die Attraktivität des Quartiers Schloßstraße in Koblenz für Kunden, Investoren, potentielle Mieter und Eigentümer stärken. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Projekt im Rahmen des Regierungsschwerpunkts „Innenstädte der Zukunft“.

Für die Zukunftsfähigkeit unserer Innenstädte ist es wichtig, passgenaue Lösungen aus der Region für die Region zu entwickeln. Deshalb setzten wir als Wirtschaftsministerium Impulse zur Aktivierung von Initiativen vor Ort. Koblenz geht hier mit positiven Beispiel voran. Ich freue mich, dass sich in der Koblenzer Schloßstraße Akteurinnen und Akteure zusammengeschlossen haben, um ihr Quartier voranzubringen. - Petra Dick Walther (Wirtschaftsstaatssekretärin Rheinland-Pfalz)

Das Wirtschaftsministerium hatte die BID-Initiative bereits in der Vorgründungsphase mit dem CityBoost I in Höhe von rund 15.000 Euro für Konzeption des BIDs und Marketing gefördert. Nach der Gründung erhält das BID nun den CityBoost II, eine Förderung in Höhe von bis zu 150.000 Euro für einen BID-Manager. Das Förderangebot CityBoost zur Unterstützung für BIDs und zur Stärkung der Innenstädte hatte Wirtschaftsministerin Schmitt im vergangenen Jahr ins Leben gerufen. Mit der BID-Förderung ist Rheinland-Pfalz bundesweit Vorreiter.  

Die Förderung ist ein starkes Signal seitens des Wirtschaftsministeriums und wir bedanken uns für die Unterstützung über die Gründung hinaus. BIDs haben bereits in Gießen, Hamburg und anderen Städten eindrucksvoll gezeigt, dass sie funktionieren und dazu beitragen, Innenstädte nachhaltig zu beleben. Mit dem Start des BID zum Jahresbeginn 2024 besteht eine einmalige Chance zur Aufwertung und Entwicklung der Schloßstraße in Koblenz und wir glauben an die Strahlkraft des Pilotprojektes für Koblenz und andere Kommunen. - Stephan Schunk (Vorstand des City-Arbeitskreis Schloßstraße e.V. und Mitglied der BID-Initiative)

Ziel des Koblenzer Projekts ist es, den Wert und das Profil der Marke „Schloßstraße“ zu entwickeln. Mehr Aufenthaltsqualität soll attraktive Geschäfte anziehen, die wiederum für Frequenz sorgen. Zudem wollen die Initiatoren bei der Neuausrichtung des Quartiers die Klimaneutralität fördern. Durch Wartung und Pflege, aber auch durch eine Verankerung der Marke in den sozialen Medien soll die Zukunftsfähigkeit der Straße steigen. Das Quartier umfasst neben der Schloßstraße auch die direkt angrenzenden Häuser in der Viktoriastraße, Casinostraße und dem Schloßrondell.

Hintergrund: 

Ziel eines Business-Improvement-District (BID)-Projekts ist, die Attraktivität des Quartiers zu fördern und die Rahmenbedingungen für wirtschaftliches Handeln zu verbessern, so dass die abgabenpflichtigen Grundstückseigentümer direkt von den Maßnahmen profitieren. Die Initiative für die Einrichtung eines BID sollte aus dem Quartier selbst kommen, z.B. von Immobilienbesitzern, Händlern, Gastronomen oder Dienstleistern. Mit dem novellierten LEAPG wurde 2021 die gesetzliche Grundlage für BIDs in Rheinland-Pfalz geschaffen. 

 Mehr Infos zum „CityBoost“: innenstaedte.rlp.de/cityboost/&nbsp