Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Clemenskirche und einer Sondervorführung von „Der letzte Mentsch“ hat Mayen an seinen Ehrenbürger Mario Adorf erinnert. Die Stadt schuf damit zwei öffentliche Orte des Gedenkens an den Schauspieler, der am 8. April 2026 im Alter von 95 Jahren in Paris gestorben war.

Mayen |

Stadt organisiert gemeinsames Gedenken

Mayen hat in diesen Tagen sichtbar Abschied von Mario Adorf genommen. Nachdem der Schauspieler und Ehrenbürger der Stadt am 8. April 2026 im Alter von 95 Jahren in Paris gestorben war, kündigte OB Dirk Meid und der „Kulturchef“ der Stadt und langjährige Begleiter, Uwe Hoffmann, gemeinsam mit den Kirchengemeinden eine öffentliche Gedenkfeier an. Der ökumenische Gottesdienst fand am in der Clemenskirche statt. Eingeladen waren alle Bürgerinnen und Bürger sowie Menschen, die an Mario Adorf erinnern wollten.

In der Clemenskirche lag zudem ein Kondolenzbuch aus. Besucherinnen und Besucher konnten dort ihre Anteilnahme und persönliche Erinnerungen festhalten. Die Stadt beschrieb den Gottesdienst als Raum für gemeinsames Innehalten, Erinnern und Abschiednehmen.A uch die Vereine und Fahnenabordnungen trugen zum ehrenvollen Gedenken bei.

Kinovorstellung erinnert an einen besonderen Filmabend

Zum Gedenken gehörte auch ein Kinobesuch für die Mayenerinnen und Mayener. Im Corso-Kino wurde am Sonntag eine Sondervorführung des Films „Der letzte Mentsch“ organisiert. Die Veranstaltung war öffentlich

und der Eintritt frei. Bereits 2014 war der Film kurz nach seiner Premiere in Mayen gezeigt worden, damals in Anwesenheit von Mario Adorf. Darauf knüpfte die Stadt nun mit der erneuten Vorführung an.

Gerade diese Kombination aus Trauerfeier und Kinovorführung machte deutlich, wie eng die Erinnerung an Mario Adorf in Mayen mit seiner Herkunft und seinem künstlerischen Werk verbunden ist. Die Stadt stellte ihn nicht nur als international bekannten Schauspieler in den Mittelpunkt, sondern auch als jemanden, der seiner Heimat über Jahrzehnte verbunden geblieben sei.

Große Verbundenheit mit seiner Heimatstadt

Mario Adorf wuchs in Mayen auf und blieb der Stadt auch später eng verbunden. In der Mitteilung der Stadt wird hervorgehoben, dass Mayen für ihn weit mehr als ein Herkunftsort gewesen sei. Oberbürgermeister Dirk Meid würdigte ihn als Künstler und als Menschen, der seine Wurzeln nie vergessen habe. Uwe Hoffmann erinnerte an viele persönliche Begnungen, wenn Adorf in Mayen und Umgebung weilte.

Mit den beiden Veranstaltungen hat Mayen damit nicht nur um einen prominenten Sohn der Stadt getrauert. Die Stadt hat auch gezeigt, welchen Platz Mario Adorf bis zuletzt im öffentlichen Gedächtnis der Eifelstadt hatte.

Fotos: Peter Seydel (Langjähriger Begleiter von Mario Adorf