Nach offiziellen Angaben verfügte der Hund über die erforderlichen Einreisedokumente. Dazu zählen eine Kennzeichnung per Mikrochip, eine gültige Tollwutimpfung, eine Antikörper-Titer-Untersuchung sowie eine dreimonatige Wartezeit vor der Einreise.
Erst nach dem Tod des Tieres und der Untersuchung im Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz wurde neben der Tollwut-Infektion festgestellt, dass das Tier jünger war als in den Papieren angegeben. Aufgrund dieser Unstimmigkeiten ermittelt die Kriminalpolizei Rheinland-Pfalz wegen des Verdachts auf illegale Einfuhr.
Typische Symptome und Beißvorfälle
Nach Ausbruch der Erkrankung zeigte der Hund typische Symptome wie Verhaltensänderungen, ungerichtete Aggression, Bissigkeit, Angstverhalten, Krämpfe, Orientierungslosigkeit und Lähmungen. Innerhalb der Familie kam es zu Beißvorfällen.
Weitere Tollwut-Fälle wurden bislang nicht festgestellt.
Katze eingeschläfert – Kontaktpersonen geimpft
Eine ungeimpfte Katze, die im selben Haushalt lebte und engen Kontakt zu dem infizierten Hund hatte, musste eingeschläfert werden. Alle Kontaktpersonen erhielten eine Tollwut-Impfung.
Veterinäramt empfiehlt Impfschutz für Haustiere
Das Veterinäramt Mayen-Koblenz weist darauf hin, dass Tollwut weltweit weiterhin verbreitet ist. Trotz des offiziellen Tollwut-freien Status in Deutschland bestehe durch illegale Einfuhren aus Risikogebieten weiterhin die Gefahr einer Einschleppung.
Hunde- und Katzenhalter werden daher aufgefordert, ihre Tiere gegen Tollwut impfen zu lassen, insbesondere wenn Kontakt zu aus Drittländern eingeführten Tieren besteht.
