Neuwied will den Gewerbe- und Industriestandort Friedrichshof erweitern. Auf zunächst 6,2 Hektar sollen neue Flächen für bestehende Betriebe und Neuansiedlungen entstehen. Der Stadtrat hat dafür einstimmig den nächsten Planungsschritt beschlossen.

Neuwied |

Der Neuwieder Stadtrat hat die Aufstellung des Bebauungsplans „westlich der August-Horch-Straße“ beschlossen. Damit treibt die Stadt die Erweiterung des Gewerbe- und Industriegebiets Friedrichshof voran. Auf einer Fläche von zunächst 6,2 Hektar sollen zusätzliche Industrieflächen entwickelt werden.

Ein Vorteil für die weitere Planung ist, dass sich sämtliche Grundstücke im Plangebiet bereits im Eigentum der Stadt befinden. Nach Angaben von Oberbürgermeister Jan Einig gibt es sowohl konkrete Anfragen neuer Unternehmen als auch Erweiterungswünsche bereits ansässiger Betriebe.

Bestehende Unternehmen sollen wachsen können

Gemeinsam mit dem Distelfeld bildet der Friedrichshof einen wichtigen gewerblich-industriellen Schwerpunkt Neuwieds. Die dort verfügbaren Flächen sind inzwischen nahezu vollständig belegt. Mit der Erweiterung will die Stadt deshalb frühzeitig neue Möglichkeiten für Investitionen und Arbeitsplätze schaffen.

Auch die Verkehrsanbindung gilt als günstig. Das Erweiterungsgebiet grenzt unmittelbar an den bestehenden Friedrichshof und kann an die vorhandene Erschließung angebunden werden. Über die B 42 und B 256 am Neuwieder Kreuz bestehen zudem kurze Verbindungen zu den Autobahnen A 48 und A 3.

Planung geht in die nächste Phase

Die 6,2 Hektar sollen zugleich ein erster Baustein für die langfristige Weiterentwicklung des gesamten Standorts sein. Die Stadt erhofft sich von zusätzlichen Investitionen und Arbeitsplätzen auch eine Stärkung ihrer wirtschaftlichen und finanziellen Basis.

Nach dem Aufstellungsbeschluss beginnt nun die weitere Planung. Dabei werden Öffentlichkeit, Behörden, Nachbarkommunen und weitere Träger öffentlicher Belange beteiligt. Zudem sollen Fachgutachten zu Natur- und Artenschutz sowie Schallschutz erstellt und notwendige Ausgleichsmaßnahmen konkretisiert werden. Als mögliche Ausgleichsflächen werden unter anderem Bereiche im Engerser Feld geprüft.