Der 18. Spieltag der Rheinlandliga eröffnet die Rückrunde mit zahlreichen richtungsweisenden Partien im Kampf um Aufstieg und Klassenerhalt. Von Spitzenduellen bis zu Kellerduellen stehen wichtige Entscheidungen an, die den weiteren Saisonverlauf maßgeblich beeinflussen können.

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SG 2000 Mülheim-Kärlich : Eintracht Trier II
  • Freitag, 28. November, 20 Uhr, KRP Mülheim-Kärlich

Ein Spiel auf Augenhöhe erwartet Mülheim's Trainer Nenad Lazarevic am heutigen Abend. Nur einen Punkt trennen die Gastgeber (32) vom starken Aufsteiger aus der Moselstadt, die als Aufsteiger für viel Furore sorgen.

Am vergangenen Wochenende bekam Trier II jedoch von Ahrweiler deutlich die Grenzen aufgezeigt, als man in Bachem mit 0:4 verlor.

"Ich erwarte heute eine Topmannschaft. Da spielt es auch keine Rolle, ob die Spieler der ersten Mannschaft runter schicken oder nicht. Abgesehen von Wittlich und Ahrweiler waren die Trierer die stärkste Mannschaft, gegen die wir in der Hinrunde gespielt haben", so Lazarevic.

In Trier unterlagen die Mülheimer sportlich, heimsten jedoch am grünen Tisch die drei Punkte ein. Da Trier einen nicht spielberechtigten Spieler eingesetzt hatte, gingen die Punkte von der Mosel an den Rhein.

Personell wird es eng heute Abend. Lazarevic: "Unter der Woche waren einige krank. Daniel Aretz wird definitiv fehlen. Aber so oder so werden wir eine Mannschaft auf den Platz schicken, die das Spiel gewinnen kann. Das ist unser Bestreben."

SV Laubach : SG Hochwald
  • Samstag, 29. November, 15 Uhr, Rasenplatz Laubach

Im vorletzten Heimspiel des Jahres will der SV Laubach seinen Fans mit drei Punkten ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk machen.

Der Gegner aus Hochwald kommt in Auswärtsspielen bislang auf keinen grünen Zweig. Von acht Spielen in der Fremde verlor die Mannschaft von Fabian Mohsmann sieben, lediglich einmal konnte man punkten. Davon will sich Laubachs Trainer Tobias Jakobs nicht blenden lassen. "Ich und die Mannschaft weiß, dass Hochwald viel besser ist als der derzeitige Tabellenplatz." Und dass sie auswärts erst einen Punkt erzielt haben, ist lediglich ein statistischer Wert für Jakobs. 

Jakobs gibt sich kämpferisch: "Bei einem Sieg rücken wir bis auf zwei Punkte an Hochwald heran. Das wollen wir unbedingt schaffen." Dafür stehen ihm die gleichen Spieler wie am vergangenen Wochenende zur Verfügung. Jakobs: "Von den Langezeitverletzten wird uns in diesem Kalenderjahr keiner mehr helfen können."

Schon am Mittwoch geht es nach Linz zum Nachholspiel, kommenden Sonntag geht es zum Jahresfinale nach Wittlich. Es stehen wichtige Spiele für die Mannschaft aus der Vordereifel an.

Ahrweiler BC : VfB Wissen
  • Samstag, 29. November, 15 Uhr, KRP Bachem

Im letzten Heimspiel des Jahres erwartet der Tabellenführer von der Ahr den Tabellenletzten aus Wissen.

Es geht auch an diesem Samstag auf den Ausweichplatz in Bachem, an dem man voriges Wochenende Eintracht Trier II mit 4:0 besiegte.

Mike Wunderlich, Trainer der Ahrstädter sieht seine Männer klar in der Favoritenrolle, warnt aber vor Leichtsinn: "Natürlich gehen wir als Favorit ins Spiel, wenn der Erste auf den Letzten trifft. Aber gerade diese Spiele können sehr undankbar sein."

Von daher fordert Wunderlich von seiner Mannschaft Demut und Respekt vor dem Gegner. Aber auch, das, was seine Elf am letzten Spieltag ausgezeichnet hatte. "In dieser Liga passieren schon verrückte Sachen. Wir wollen das Spiel unbedingt gewinnen." Dabei hofft Wunderlich, dass sein Kader wieder gut gefüllt ist. "Wir hatten diese Woche einige angeschlagene Spieler und auch welche, die erkältungsbedingt ausfallen können."

Wunderlich will den nächsten Schritt gehen. Nach der Kür gegen Trier soll auch die Pflicht gegen den VfB Wissen gelingen, die Punkte an der Ahr bleiben.

SG Arzfeld : SG 99 Andernach
  • Samstag, 29. November, 16 Uhr, KRP Arzfeld

Zum Rückrundenauftakt empfängt die SG Arzfeld auf heimischem Kunstrasen die SG 99 Andernach.

Das Hinspiel im August gewannen die Bäckerjungen 4:1. "Damals war Arzfeld noch nicht so recht in dieser Liga angekommen. Das hat sich mittlerweile geändert. Sie haben zuletzt ordentlich gepunktet. Eine Leistung wie im Hinspiel wird am Samstag definitiv nicht reichen", warnt SG 99 Trainer Kim Kossmann seine Mannschaft vor dem Tabellensechzehnten. Aber klar, Andernach will das Spiel gewinnen. "Dann hätten wir dreißig Punkte, das wäre ein tolles Zwischenergebnis."

Personell gibt es vor dem Spiel beim Aufsteiger keine Neuigkeiten, dafür aber auf der Trainerbank. Der Vereinsvorstand hat das Arbeitspapier mit seinem Trainer um weitere zwei Jahre verlängert. Kossmanns Arbeitspapier läuft nun bis zum 30.06.2028. Dann wäre Kossmann zehn Jahre Trainer.

Und auch Tim Esten und Mike Borger haben per Handschlag signalisiert, dass sie ein weiteres Jahr im blauen Dress der Andernacher spielen werden. 

SG Schneifel : SV Eintracht Mendig
  • Samstag, 8. November, 18 Uhr, Rasenplatz Auw

Ein schweres Spiel erwartet das Team von Damir Mrkalj in Auw, wenn es unter Flutlicht gegen den Tabellendritten Schneifel geht.

An das Hinspiel hat man in der Vulkanstadt gute Erinnerungen. Im ersten Spiel nach dem Wiederaufstieg schlug man die Eifel SG mit 3:1. Keiner hätte damals geglaubt, dass es die letzte Niederlage der SG Schneifel bis zum heutigen Tag sein sollte.

"Wir erwarten auf dem tiefen Rasen in Auw ein sehr schweres Spiel", sagt Mrkalj, der auf seinen Stammkeeper Robin Rohr rotgesperrt verzichten muss. "Die Höhe der Sperre wissen wir noch nicht. Was wir wissen ist, dass das abgebrochene Spiel gegen Morbach schon am Mittwoch nachgeholt werden wird."

Erst einmal aber Schneifel. "Wir müssen Körperlichkeit zeigen gegen eine physisch starke und hochgewachsene Mannschaft", fordert Mrkalj von seiner ersatzgeschwächten Mannschaft und hofft auf gut ausgespielte Konter. "Wenn wir sie verwunden wollen, dann geht es nur über ein gutes offensives Umschaltspiel." Vielleicht klappt es aber auch von der Bank. Im Hinspiel hatte Mrkalj Neuzugang Damar Kanoute Mitte der zweiten Halbzeit gebracht. Kanoute traf daraufhin gleich zwei Mal und sorgte so für einen Einstand nach Maß. 

FV Rübenach : FC Bitburg
  • Sonntag, 30. November, 13 Uhr, KRP Rübenach

Schafft der FV Rübenach im letzten Heimspiel des Jahres die Wende zum Guten? Mittlerweile hat der Aufsteiger acht Spiele am Stück verloren. Der letzte Sieg war am 27. September, als man den SV Laubach schlagen konnte. Und nun wartet mit dem FC Bitburg eine Mannschaft, die die beiden letzten Spiele mit insgesamt 12:2 Toren gewonnen hat und gerne in Rübenach ihre kleine Serie fortführen wollen. Gerade der Sturm des ehemaligen Oberligisten bereitet FV Trainer Benedikt Lauer Kopfzerbrechen. "Mit Joshua Bierbrauer und Simon Floss verfügt Bitburg über ein außergewöhnlich gutes Sturmduo." Lauer fordert von seiner Mannschaft mutig zu sein, Chancen zu kreieren und zu nutzen. "Wir brauchen eine gute Verteidigung und eine gute Balance." Urlaubsbedingt fehlen Jonas Lauer und Milan Freisberg, zwei weitere Spieler fallen verletzungsbedingt aus.

Bitburg war in der Hinrunde sehr schwankend in den Leistungen. Einem Sieg gegen Wittlich folgten Niederlagen u.a. in Arzfeld. In und um Rübenach hofft man, dass die Bierstädter nach den Galavorstellungen zuletzt wieder ihr anderes Gesicht zeigen.

SV RW Wittlich : TuS Immendorf
  • Sonntag, 30. November, 15 Uhr, KRP Wittlich

Gleich zum Rückrundenauftakt bekommt es der TuS Immendorf mit einem der Meisterschaftsfavoriten zu tun, wenn man beim SV Rot-Weiß Wittlich antreten muss. Schon das Hinspiel in Immendorf ging in die Hose. Am 1. Spieltag verlor man auf dem Dörnchen gegen die Eifelstädter 0:4.

"Wittlich ist ein Spiel, wo man sich eigentlich keine Chance ausrechnet. Aber genau das könnte am Ende ein Vorteil sein, weil der wesentlich größere Druck auf Wittlich liegt. Die dürfen nicht patzen, da Ahrweiler und Wittlich im Gleichschritt marschieren und jeder verlorene Punkt am Ende den Ausschlag geben könnte", sagt Immendorfs Trainer Marvin Schenk und kündigt heftige Gegenwehr an. "Wir werden versuchen, denen das Leben so schwer wie möglich zu machen. Wir wollen kämpfen wie die Löwen, gut verteidigen und vorne Nadelstiche setzen." Der Glauben ist jedenfalls da bei den Rot-Weißen, um beim Spitzenteam was zu reißen. Dass es aber eine denkbar schwierige Aufgabe wird, ist Schenk klar. "Weder Wittlich noch Ahrweiler gehören mit dem Kader in diese Liga, beide müssen im Grunde hoch bei der Qualität."

Die weiteren Spiele:
  • SpVgg Wirges : FV Morbach
  • TuS Kirchberg : VfB Linz