Am 30. Spieltag gab es eine weitere Diskussion Entscheidung.
Nach dem VfB Wissen und der SG Arzfeld ist auch der FV Rübenach abgestiegen. Im Kellerduell in Linz verlor der Aufsteiger 4:1 und muss nach einem Jahr wieder den Gang in die Bezirksliga Mitte antreten.
An der Tabellenspitze wird es enger. Der Tabellenzweite Wittlich besiegte Spitzenreiter Ahrweiler 3:1, sodass der Vorsprung für den ABC nur noch fünf Punkte beträgt.
Laubach unterlag dem Tabellendritten Schneifel mit 0:5.
Immendorf machte einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt beim 6:0 Kantersieg gegen Absteiger Arzfeld.
Mülheim-Kärlich setzte sich bei den heimstarken Kirchbergern 2:1 durch.
Für Eintracht Mendig sieht es düster aus. Nach der 0:3 Niederlage bei Eintracht Trier II ist der Rückstand auf den rettenden 14. Platz auf acht Punkte angeschwollen.
VfB Linz : FV Rübenach 4:1 (2:0)
Die Rheinlandliga muss Abschied nehmen vom FV Rübenach. Durch die 1:4 Niederlage beim VfB Linz hat die Mannschaft von Benedikt Lauer keine Chance mehr, die Klasse zu halten.
"Der Abstieg hatte sich angekündigt. Mit dem heutigen Ergebnis ist es leider Gewissheit geworden", sagte Rübenachs Trainer Lauer nach der Partie vor 180 Zuschauern auf dem Linzer Kaiserberg. Dabei musste Lauer am Spieltag die Absage von vier Spielern hinnehmen. "Das hat natürlich einen faden Beigeschmack, wenn gleich vier Spieler kurzfristig absagen, die aber die Woche über trainiert hatten. Die die da waren haben ihre Sache gut gemacht", ärgerte sich der ehemalige Oberligastürmer. Und auch die Gegentore waren ein Abbild der Saison. Beim 1:0 von Luca Kirschbaum (10.) reklamierte der FV auf Abseits. Das 2:0, wieder war es Kirschbaum, war vermeidbar.
In der zweiten Halbzeit sahen die Zuschauer einen kämpfenden FV Rübenach, der in der 55. Minute durch Hamza Aliou auf 2:1 verkürzte (55.).
"Danach hatten wir zwei, drei gute Aktionen, die wir nicht gemacht haben. Es fehlte uns leider wieder an der Effizienz", so Lauer. Der VfB, der mit jetzt 38 Punkten so gut wie gerettet ist, legte nach. Kirschbaum mit seinem dritten Tor (3:1, 73.) und Adis Siljkovic (4:1, 85.) sorgten für den am Ende deutlichen Sieg der Gastgeber. Lauer: "Am Ende war es verdient. Wir wollen uns mit guten Leistungen ordentlich aus der Affäre ziehen und vielleicht noch das eine oder andere Erfolgserlebnis verbuchen und mit in die Sommerpause nehmen. Wir werden uns sammeln und neu starten."
SV Laubach : SG Schneifel 0:5 (0:1)
Es war erst die zweite Niederlage der Laubacher in 2026. Die fiel allerdings mit 0:5 (0:1) happig aus.
Dabei starteten die Einheimischen gut in die Partie und kamen zu ersten Gelegenheiten. Mit dem ersten Torschuss jedoch ging der Tabellendritte in Führung. Jan Piddes Schuß klatschte vom Innenpfosten ins Tor zum 0:1 nach zweiundzwanzig Minuten. "Da hat man die Qualität des Gegners gesehen", lobte Jakobs die Mannschaft aus der Westeifel. Trotz einiger Gelegenheiten auf beiden Seiten blieb es bis zum Halbzeitpfiff beim 0:1.
Laubach kam gut in die zweite Halbzeit, verbuchte einen Pfostenschuss. Der Ausgleich lag in der Luft. Jakobs: "Und dann kriegen wir einen Elfmeter, den man wohl geben muss. Mit dem Elfmetertor war im Grunde das Spiel gelaufen." Wieder war es Pidde, der vom Punkt zum 0:2 traf. Laubach wechselte offensiv, wollte dem Spiel eine Wendung geben. "Das ist leider in die Hose gegangen. Wir waren dann zu offen. Lehrreich war es trotzdem. Man konnte sich einiges vom Gegner abgucken", so Jakobs. Man ließ Schneifel spielen und die bestraften den SV Laubach, im Stile einer Spitzenmannschaft, mit drei weiteren Gegentoren. Pascal Krämer (0:3, 64.), der eingewechselte Philipp Bück (0:4, 74.) und Simon Reetz (0:5, 85.) erhöhten zum 0:5 Endstand.
Jakobs: "Wer weiß, was passiert wäre, wenn beim Stand von 0:1 der Pfostentreffer drin gewesen wäre?" Am Ende muss der SV Laubach die Punkte gegen andere Gegner holen, um gesichert die Klasse zu halten.
TuS Immendorf: SG Arzfeld 6:0 (2:0)
Drei wichtige Punkte im Kampf um den Ligaerhalt hat der TuS Immendorf eingesammelt. Mit einem 6:0 (2:0) Kantersieg gegen den Absteiger SG Arzfeld verbesserte man sich auf den 12. Tabellenplatz. Aus den letzten fünf niederlagenlosen Spielen holte der TuS 13 Punkte.
"Es war auch in der Höhe ein absolut verdienter Sieg. Wir haben das Spiel vom Anpfiff an bestimmt und kontrolliert", freute sich Immendorfs Trainer Marvin Schenk nach der einseitigen Partie und lobte seine Jungs. "Wir sind momentan sehr gut drauf und arbeiten am Klassenerhalt."
Zur Pause führten die Koblenzer nach einem Doppelpack von Sebastian Fischer (26., 30.) bereits mit 2:0. In der zweiten Hälfte machten die Rot-Weißen weiter Druck, zu viel Druck für die Arzfelder Hintermannschaft. Die Dominanz drückte sich vor 150 Zuschauern auf dem Dörnchen auch in Toren aus. Robin Reichert (61.), Fischer mit seinem dritten Tor des Tages (63.) und ein Doppelpack von Jan Brüker (65., 78.) machten das halbe Dutzend voll. Schenk: "Es war eine sehr reife Leistung, weil wir schon unter großem Druck standen und diesen Dreier unbedingt brauchten. Ich bin stolz auf meine Mannschaft."
SV RW Wittlich : Ahrweiler BC 3:1 (2:1)
Es war ein Gefühl, das man in Ahrweiler gar nicht mehr kannte. Erstmals seit Anfang Dezember ging ein Meisterschaftsspiel verloren. Für Spielertrainer Markus Pazurek war es die erste Niederlage in einem Punktspiel, seitdem er zum Jahreswechsel die Nachfolge von Mike Wunderlich angetreten hatte.
Früh gingen die Gäste vor 405 zahlenden Zuschauern in Wittlich in Führung. Thomas Idel mit dem 0:1 nach neun Spielminuten, zwei Minuten zuvor klatschte Almir Porcas Schuß an den Wittlicher Pfosten. "Nach dem Führungstreffer haben wir das Fußballspielen eingestellt", kritisierte Pazurek. In vielen entscheidenden Zweikämpfen kamen die Ahrstädter nun zu spät und so drehte sich das Spiel. Meliani Saim traf in der 19. Minute zum 1:1. Und kurz vor der Halbzeit gingen die "Säubrenner" in Führung, als Mohammad Rashidi zum 2:1 traf.
Eine gute Minute war im zweiten Abschnitt gespielt, als die Hausherren, wiederum war es Saim, das 3:1 erzielten. "Das darf uns so einfach nicht passieren", ärgerte sich ABC Kapitän Rene Ebersbach. Wittlichs Trainer Emre Kasal, im Vorjahr noch Meistertrainer des FC Cosmos, freute sich über den verdienten Erfolg und sicher auch über einen weiteren "Kracher" im Kader. Mounir Bouziane stößt kurz vor Saisonende zum Tabellenzweiten. Der 35-jährige Franzose mit Drittliga Erfahrung (u.a. Hansa Rostock, Waldhof Mannheim oder Energie Cottbus) soll helfen, Wittlich in die Oberliga zu schießen. Sein Vertrag läuft bis Saisonende.
Für Markus Pazurek ist die Niederlage kein Beinbruch. "Es ist ein kleiner Dämpfer, den wir gut aufarbeiten werden. Wir haben uns in den letzten Wochen ein gutes Polster aufgebaut und werden unseren Weg weitergehen."
TuS Kirchberg : SG 2000 Mülheim-Kärlich 1:2 (1:1)
Nach drei Niederlagen hat die SG 2000 zurück in die Erfolgsspur gefunden und die heimstarken Kirchberger 2:1 geschlagen.
Mülheim hätte schon nach zwanzig Minuten klar führen müssen. "Da hatten wir drei, vier Hundertprozentige die wir liegen gelassen haben", ärgerte sich Mülheims Trainer Nenad Lazarevic. Im Verlauf der ersten Halbzeit kam der TuS besser ins Spiel. Vor allem die langen Bälle der Hunsrücker machte den Mülheimern zu schaffen. Lazarevic: "Wir hatten statt des Gegners oft den Ball im Blick." Und das nutzten die Gelb-Blauen. Enrico Geiss schloß eine gefällige Kombination zum 1:0 ab (36.). Praktisch mit dem Halbzeitpfiff glichen die Gäste aus. Martin Jacobs traf in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit per Kopf zum 1:1.
Lazarevic: "Natürlich hat uns der späte Ausgleich in die Karten gespielt. In der Halbzeit haben wir die Fehler klar angesprochen. Das haben die Jungs in der zweiten Halbzeit gut umgesetzt."
Mülheim kam gut rein, war griffiger und belohnte sich mit dem Führungstreffer. Nach einem Freistoß von Daniel Arenz stand Tobias Uhrmacher goldrichtig und markierte das 1:2. "Hinten standen wir sehr gut, haben es gut weg verteidigt. Leider haben wir die Konter nicht sauber zu Ende gespielt, sodass es bis zum Ende spannend blieb. Am Ende ein wichtiger Sieg. Gut für den Kopf nach drei Niederlagen zuletzt", lobte Lazarevic seine Mannschaft, die mit nur vier Auswechselspielern, davon zwei U19 Spielern, nach Kirchberg gereist war.
Eintracht Trier II : SV Eintracht Mendig 3:0 (3:0)
Nach der 0:3 Niederlage bei der zweiten Mannschaft von Eintracht Trier kann nur noch ein Wunder die Vulkanstädter vor dem Abstieg retten.
Bei acht Punkten Rückstand auf den rettenden 14. Tabellenplatz und nur noch vier Spielen scheint das Thema Rheinlandliga nach nur einem Jahr wieder beendet. "Ich bin Realist", sagt Trainer Damir Mrkalj, der auch in der kommenden Saison Trainer in Mendig bleibt.
Vor nur 50 Zuschauern auf dem Ausweichplatz in Ehrang machte der Regionalliganachwuchs der Trierer schon früh alles klar. Vincent Boesen traf nach elf Minuten zum 1:0. "Da waren wir ein Mann weniger, weil Niklas Heinemann außerhalb des Platzes behandelt werden musste", ärgerte sich Mrkalj. Torjäger Soumah Morlaye erhöhte in der 18. Minute auf 2:0, nachdem Heinemann einen Pass in die Beine von Trierers Stürmer gespielt hatte. Nur fünf Minuten später war es wiederum Boesen, der auf 3:0 erhöhte. Den Mendigern drohte ein Debakel. "Wir haben heute gegen eine gute und spielstarke Mannschaft gespielt, die uns in allen Belangen überlegen war. In der Halbzeit haben wir uns eingeschworen, dass wir hier nicht untergehen wollen. Immerhin ist uns das gelungen", so Mrkalj.
"Das nächste Heimspiel gegen Wissen möchten wir unbedingt gewinnen. Es ist für uns alle ein Privileg, in der Rheinlandliga spielen zu dürfen, und wir wollen uns, wenn es denn passieren sollte, mit erhobenem Kopf verabschieden." Die Planung für die nächste Saison läuft auf Hochtouren. Mrkalj: "Wir sind in vielen guten Gesprächen, so dass wir in der kommenden Saison eine schlagkräftige Mannschaft haben. Egal in welcher Liga."
Die weiteren Spiele:
- SG Andernach : FC Bitburg 2:0 (Freitag, wir berichteten)
- SG Hochwald : EGC Wirges 4:1
- VfB Wissen : FV Morbach 1:1
